STAYONFIRE

Impuls

Das Sprungbrett Deines Glaubens

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Matthäus

Kapitel 22, Vers 23–​33

WERDEN DIE TOTEN AUFERSTEHEN?

23 Am selben Tag kamen einige Sadduzäer zu Jesus. Diese Leute behaupten, es gebe keine Auferstehung der Toten. Sie fragten ihn: 24 »Lehrer, Mose hat bestimmt: Wenn ein verheirateter Mann stirbt und keine Kinder hat, dann muss sein Bruder die Witwe heiraten und dafür sorgen, dass der Verstorbene doch noch einen Nachkommen erhält. 25 Nun lebten da unter uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb. Weil er keine Nachkommen hatte, heiratete sein Bruder die Witwe. 26 Auch der zweite Bruder starb kinderlos, und der nächste Bruder nahm sie zur Frau. So ging es weiter, bis die Frau mit allen sieben verheiratet gewesen war. 27 Schließlich starb auch sie. 28 Wessen Frau wird sie nun nach der Auferstehung sein? Schließlich waren ja alle sieben Brüder mit ihr verheiratet.« 29 Jesus antwortete: »Ihr irrt euch, denn ihr kennt weder die Heilige Schrift noch die Macht Gottes. 30 Wenn die Toten auferstehen, werden sie nicht mehr wie hier auf der Erde heiraten. Es wird ganz anders sein: Sie sind dann wie die Engel Gottes im Himmel. 31 Was nun die Auferstehung der Toten überhaupt betrifft: Habt ihr nicht gelesen, was Gott euch in der Heiligen Schrift sagt: 32 ›Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs‹? Er ist doch nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden!« 33 Die vielen Menschen, die Jesus zugehört hatten, waren tief beeindruckt von dem, was er lehrte.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Wie oft kommt es vor, dass ich Gott einfach nicht verstehe? Dass ich sein Handeln nicht nachvollziehen kann? Oder dass ein Bibelvers mein gesamtes bisheriges Gottesbild sprengt? Die Sadduzäer hatten damals dasselbe Problem. Sie konnten nicht verstehen, wie Jesus jetzt auf einmal von einer Auferstehung der Toten sprechen konnte. Für sie war diese Zukunftsvorstellung ausgeschlossen und gehörte nicht zu ihrem Glaubensbild. Also fragten die Sadduzäer Jesus - und er gab ihnen Antwort. Und sie waren tief beeindruckt von seiner Lehre. Das Schlimmste, was Zweifel bewirken können, ist die Isolation. Einerseits die Isolation von anderen Christen, die bei Glaubensfragen zur Seite stehen können. Andererseits aber vor allem die Isolation von Gott und seinem Wort, die Bibel. Ich kann beim besten Willen nicht behaupten, dass wir Gott in seinem Wesen jemals vollkommen begreifen können - denn dann wäre Gott nicht Gott, sondern ein menschliches Wesen. Aber: Ich bin davon überzeugt, dass Gott uns mit unseren Zweifeln niemals einfach so allein lassen will! Zweifel sind gesund, wenn sie am Ende einen noch festeren Glauben formen. Glaube bedeutet nicht, den eigenen Verstand auszuschalten! Sondern: Mit ehrlichen Zweifeln vor Gott kommen. Ihn um Antwort und Erkenntnis bitten. Andere Christen, Vorbilder im Glauben, um Hilfe und Rat bitten. Zweifel sind kein Grund, sich zu schämen, weil man anscheinend einen schwachen Glauben hat. Zweifel sollten nicht provoziert werden, weil sie das eigene Glaubensleben ganz schön schwer machen können. Aber, wenn du sie nun mal hast, dann können deine Zweifel dein Sprungbrett für eine größere Glaubenstiefe sein!