1. Mose
Kapitel 35, Vers 1–8
JAKOB GEHT NACH BETHEL
1Gott sprach zu Jakob: »Mach dich auf und zieh wieder nach Bethel! Bleib dort und bau mir einen Altar. Denn an diesem Ort bin ich dir erschienen, als du auf der Flucht vor deinem Bruder Esau warst.« 2Jakob befahl seiner Familie und denen, die zu ihm gehörten: »Werft alle Götterfiguren weg, die ihr noch bei euch habt! Wascht euch und zieht saubere Kleidung an, um rein vor Gott zu treten! 3Wir gehen jetzt nach Bethel. Dort will ich für Gott einen Altar bauen, denn er ist es, der in der Not meine Gebete erhört hat. Während meiner ganzen Reise bis hierher ist er immer bei mir gewesen!« 4Sie gaben Jakob alle Götterfiguren sowie die Amulette, die sie an den Ohren trugen, und er vergrub sie unter der Eiche bei Sichem. 5Dann machte sich die ganze Familie auf den Weg. Gott versetzte die Einwohner der Städte ringsum in so große Angst, dass sie es nicht wagten, Jakob und seine Söhne zu verfolgen. 6So erreichten sie Lus im Land Kanaan, das heute Bethel heißt. 7Dort baute Jakob einen Altar und nannte die Opferstätte »Gott von Bethel«. Denn an dieser Stelle war Gott ihm einst erschienen, als er vor seinem Bruder Esau fliehen musste. 8Noch während sie in dieser Gegend lagerten, starb Debora, die früher Rebekkas Kindermädchen gewesen war. Sie wurde unter der Eiche im Tal von Bethel begraben, die seitdem »Träneneiche« heißt.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Jakob bekam von Gott den Auftrag, nach Bethel aufzubrechen. Dorthin, wo ihm der Herr in seiner Angst vor Esau begegnet war. Gott hatte ihn bewahrt, getragen und auf seinem Weg stets begleitet. Er war ein Stück weit angekommen. Ich vermute, der Weg nach Bethel sollte ihn daran erinnern, wie treu Gott zu seinem Versprechen eingehalten hatte. Das ist bemerkenswert.
Sehr häufig zweifeln wir in den konkreten Situationen an Gottes Treue. Erst der Blick zurück erinnert uns daran: "Stimmt, Gott hat es gut gemacht. Er hat sein Versprechen gehalten!" Wir merken also, wie kraftvoll der Blick zurück sein kann. Geistlich gesprochen kann der Blick zurück Vertrauen für den Blick nach vorn schenken.
Deshalb, wenn du mit Jesus unterwegs bist, verpass es nicht, deine Reise mit ihm zu reflektieren. Insbesondere dann, wenn du dich im tiefsten Tal befindest. Halte diese Momente fest, schreibe auf, wie du dich fühlst. Schreibe auf, was Gott sagt (durch Gedanken, Eindrücke, Bibelverse usw. – auch wenn du Zweifel daran hast, ob Gott wirklich gesprochen hat). Die Dinge, die du aufschreibst, werden zu einem Altar, zu dem du nach Jahren wieder zurückkehren kannst. Ja, ich bin mir sicher, dass dieser Altar dich eines Tages in den Lobpreis führen und mutig für die Zukunft machen wird. Gott hat es gut gemacht. Und er wird es wieder tun.