1. Mose
Kapitel 32, Vers 1–13
DIE ANSTEHENDE BEGEGNUNG
1Früh am nächsten Morgen küsste Laban seine Töchter und seine Enkel zum Abschied und segnete sie. Dann kehrte er wieder nach Hause zurück. 2Auch Jakob setzte seine Reise fort. Unterwegs begegnete ihm eine Schar von Engeln. 3Als er sie sah, rief Jakob erstaunt: »Hier ist das Lager Gottes!« Darum nannte er den Ort Mahanajim (»zwei Lager«). 4Jakob schickte Boten zu seinem Bruder Esau, der in Edom im Land Seïr wohnte. 5Sie sollten Esau diese Nachricht überbringen: »Ich, Jakob, dein Diener, bin bis jetzt bei Laban gewesen. 6Dort habe ich mir viele Rinder, Esel, Schafe und Ziegen sowie Diener und Mägde erworben. Jetzt sende ich dir, meinem Herrn, diese Nachricht und hoffe, dass du uns großzügig aufnimmst!« 7Die Boten kamen zurück und meldeten: »Esau ist schon auf dem Weg zu dir! 400 Mann begleiten ihn!« 8Da bekam Jakob furchtbare Angst. Schnell teilte er seine Leute und das Vieh in zwei Gruppen ein, 9weil er sich dachte: »Wenn Esau eine Gruppe angreift und alles niedermacht, können wenigstens die anderen entkommen!« 10Dann betete er: »HERR, du Gott meines Großvaters Abraham und meines Vaters Isaak, du hast zu mir gesagt: ›Kehr zurück in deine Heimat zu deinen Verwandten, ich werde dafür sorgen, dass es dir gut geht!‹ 11Ich habe es nicht verdient, dass du so viel für mich getan und immer wieder deine Versprechen eingehalten hast! Als ich damals den Jordan überquerte, besaß ich nur einen Wanderstock – und nun komme ich mit zwei großen Gruppen von Menschen und Tieren hier an! 12Bitte rette mich vor meinem Bruder Esau! Ich habe große Angst, dass er uns alle umbringt, die Frauen und auch die Kinder! 13Du hast mir doch versprochen: ›Ich will dafür sorgen, dass es dir gut geht, und dir viele Nachkommen schenken, unzählbar wie der Sand am Meer!‹«
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Weitere Infos →Jakob wusste, dass er Mist gebaut hatte. Wir erinnern uns: Vor einigen Tagen haben wir in der App davon gelesen, wie Jakob seinen Bruder Esau mit einer List um dessen Erstgeburtsrecht gebracht hat. (Nachlesen kannst du die Geschichte noch mal in 1. Mose 27.) Jakob hatte trotz seines Vergehens das Versprechen von Gott bekommen, zurück in sein Heimatland zurückkehren zu dürfen und dort gesegnet zu werden. Jakob gehorchte.
Er gab Esau Bescheid, der noch im Heimatland war, und bat ihn, Jakob und alle, die zu ihm gehörten, aufzunehmen. Ein wirklich mutiger Schritt!
Doch dann hatte Jakob doch Angst vor der Rache seines Bruders Esau an ihm! Jakob wurde panisch, als er hörte, dass sein Bruder Esau schon mit 400 Mann auf dem Weg zu ihm gewesen sei. Doch anstatt nun in Angst und Panik zu versinken, betete Jakob. Er wusste, zu wem er rufen konnte. Er wusste, woher Hilfe ereilen würde. Er suchte Kraft und Trost bei Gott und hielt an den Versprechen Gottes für ihn fest! (Vgl. V. 10-13)
Wenn du von Angst überrollt wirst, dann gibt es ebenso für dich die Möglichkeit zu beten! Im Gespräch mit Gott wirst du Frieden finden. Er wird dich an alle Versprechen erinnern, die er dir gegeben hat. Gott schenkt seinen Frieden in allen Umständen! (Vgl. Philipper 4:7)