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Die List beginnt

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Identität

1. Mose

Kapitel 27, Vers 1–​17

JAKOBS PLAN

1Isaak war alt geworden und konnte nichts mehr sehen. Eines Tages rief er seinen ältesten Sohn Esau zu sich. »Was ist, Vater?«, fragte Esau. 2»Ach, mein Sohn, ich bin alt und weiß nicht, wie lange ich noch lebe«, sagte Isaak. 3»Deshalb erfülle mir noch einen Wunsch: Nimm deinen Bogen und jage ein Stück Wild für mich! 4Du weißt ja, wie ich es gern habe – bereite es mir so zu und bring es her! Ich möchte davon essen, damit ich dir meinen Segen erteilen kann, bevor ich sterbe.« 5Rebekka aber hatte das Gespräch der beiden belauscht. Kaum war Esau zur Jagd hinausgegangen, 6-7da rief sie Jakob herbei und erzählte ihm, was sie gehört hatte. 8»Jetzt pass genau auf, was ich dir sage!«, forderte sie ihn auf. 9»Lauf schnell zur Herde und such zwei schöne Ziegenböckchen aus! Ich bereite sie dann so zu, wie dein Vater es gern hat. 10Und du bringst ihm den Braten, damit er davon isst und dir vor seinem Tod den Segen gibt.« 11»Hast du denn nicht daran gedacht, dass Esaus Haut behaart ist, aber meine ganz glatt?«, entgegnete Jakob. 12»Wenn mein Vater mich berührt, merkt er den Unterschied. Der Betrug fliegt auf, und er verflucht mich, anstatt mich zu segnen!« 13Rebekka aber ließ sich nicht beirren: »Dann soll der Fluch mich treffen!«, erwiderte sie. »Jetzt tu, was ich dir gesagt habe! Hol mir die Ziegenböckchen!« 14Jakob brachte sie, und Rebekka bereitete ein schmackhaftes Essen zu, so wie Isaak es gern hatte. 15Sie nahm die besten Kleider Esaus, die sie bei sich aufbewahrte, und befahl Jakob, sie anzuziehen. 16Die Felle der Böckchen wickelte sie ihm um die Hände und um den glatten Hals. 17Dann gab sie ihm den Braten und frisch gebackenes Brot.

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Esau war der Erstgeborene von Isaak und Rebekka. Isaak war nun alt geworden und wollte den Segen an seinen ersten Sohn Esau weitergeben, ja, ihn quasi zum neuen Oberhaupt der Familie samt Besitz ernennen. Die Mutter von Esau hörte das. Esau war nicht ihr Lieblingssohn, sondern dessen jüngerer Brüder Jakob war ihr Favorit. Was tat Rebekka also? Sie ermutigte Jakob dazu, mithilfe einer List auch noch an den Segen für den Erstgeborenen zu kommen und damit Esau diesen Segen zu nehmen. Und Jakob ließ sich auf den Betrug ein. Keine gute Sache! Und doch ließ Gott das scheinbar zu. Die Bibel erzählt immer wieder davon, wie schlecht wir Menschen doch sein können und wie dunkel es in unseren Herzen so oft ist …

Doch in all dem von Menschen verursachten Chaos behält Gott immer noch die Oberhand. Wir werden in den nächsten Tagen noch lesen, wie die List von Jakob und seiner Mutter Rebekka aufging. So viel sei vorab gesagt: Gott schrieb mit Jakob weiter seine Geschichte! Trotz dieser Verfehlung, nämlich dessen offensichtlichen Betrugs an seinem Vater.

Gott lässt niemanden im Stich. Egal, wie schlecht dessen Absichten auch sein mögen. Wirklich jeder bekommt von Gott eine neue Chance. Und wenn eine nicht reicht, dann eben viele. Gott ist die Liebe in Person und auch die Gnade in Person. Auch für dich! Du bist nie zu schlecht, um wieder einen Schritt auf Gott zuzumachen. Er wartet schon sehnsüchtig auf dich.