STAYONFIRE

Impuls

Die Zukünftige gewinnen

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Liebe

1. Mose

Kapitel 29, Vers 1–​13

JAKOB IN HARAN

1Danach brach Jakob auf und ging weiter nach Osten zu dem Gebiet, aus dem seine Mutter stammte. 2-3Eines Tages erreichte er einen Brunnen mitten in der Steppe. Die Hirten dieser Gegend tränkten daraus ihre Schafe und Ziegen. Schon drei Herden lagerten bei dem Brunnen, aber der große Stein auf dem Brunnenloch war noch nicht weggeschoben worden. Es war üblich, dass man so lange wartete, bis alle Hirten mit ihrem Vieh da waren; dann erst wälzten die Hirten gemeinsam den Stein vom Loch, tränkten das Vieh und verschlossen die Brunnenöffnung wieder mit dem Stein. 4»Freunde, darf ich euch fragen, woher ihr kommt?«, sprach Jakob die Hirten an. »Von Haran«, war die Antwort. 5»Kennt ihr dann vielleicht Laban, den Enkel Nahors?« »Sicher, den kennen wir«, erwiderten sie. 6»Geht es ihm gut?«, wollte Jakob wissen. »Ja, es geht ihm gut. Sieh doch, da vorne kommt gerade seine Tochter Rahel mit ihrer Herde!« 7»Weshalb wartet ihr eigentlich hier?«, fragte Jakob weiter. »Es ist doch noch viel zu früh, um die Schafe und Ziegen zusammenzutreiben! Tränkt sie und lasst sie wieder auf die Weide!« 8»Nein, das geht nicht«, entgegneten sie. »Wir warten so lange, bis alle Hirten mit ihren Herden eingetroffen sind. Dann wälzen wir den Stein gemeinsam vom Brunnenloch und tränken unsere Tiere.« 9Inzwischen war Rahel mit den Schafen und Ziegen ihres Vaters herangekommen, denn auch sie war eine Hirtin. 10»Das ist also die Tochter meines Onkels, und das ist sein Vieh«, dachte Jakob. Er ging zum Brunnen, wälzte den Stein allein vom Loch und tränkte Labans Herde. 11Dann küsste er Rahel zur Begrüßung und weinte laut vor Freude. 12»Ich bin mit deinem Vater verwandt«, erklärte er ihr, »deine Tante Rebekka ist meine Mutter!« Als sie das hörte, lief sie zu ihrem Vater und erzählte es ihm. 13Da eilte Laban Jakob entgegen. Er umarmte und küsste ihn und nahm ihn mit in sein Haus. Dort erzählte Jakob seinem Onkel, was er erlebt hatte.

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Gestärkt aus der Begegnung mit Gott (vgl. V. 10-22) machte Jakob sich weiter auf den Weg "nach Osten zu dem Gebiet, aus dem seine Mutter Rebekka stammte." [1] Vielleicht erinnerst du dich? Isaak hatte seine Frau Rebekka gefunden, indem einer der Knechte Abrahams in dessen ursprüngliche Heimat aufbrach, um dort für Isaak nach einer Frau zu suchen. Nun war Jakob (eine Generation später) erneut in diesem Gebiet unterwegs, um eine Frau zu finden. Dazu musst du vielleicht wissen, dass es den Stammesvätern (Abraham, Isaak und Jakob) ein großes Anliegen war, sich nicht auf andere Kulturen und Göttermythen einzulassen. Zumindest nicht familiär. Deshalb der riesige Aufwand bei der Partnersuche.

Als Jakob Rahel und ihre Herde sah, hievte Jakob kurzerhand selbst den Stein vom Brunnen weg, den normalerweise alle Hirten gemeinsam zur Seite trugen (vgl. V. 10). Bei der Begrüßung kamen Jakob sogar die Freudentränen (vgl. V. 11). Ohne Zweifel muss Rahel eine große Anziehung in Jakob ausgelöst haben. Wie wir auch im folgenden Abschnitt lesen werden, würde ihm für Rahel keine Mühe zu viel sein.

Ich denke, dieser Abschnitt kann uns Männern eine Menge sagen. Mal ganz unabhängig von Rollenbildern (die sich sicherlich verändert haben): Kämpfen wir Männer noch für die Frau, die wir lieben? Ich möchte es tun. Und notfalls hieve ich dann eben allein den Stein vom Brunnen.