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Impuls

Auf menschlichen Wegen

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

1. Mose

Kapitel 30, Vers 1–​13

DER WETTSTREIT UM KINDER

1Weil Rahel kinderlos blieb, wurde sie eifersüchtig auf ihre Schwester. Sie bestürmte Jakob mit Vorwürfen: »Verschaff mir endlich Kinder, sonst will ich nicht länger leben!« 2Jakob wurde wütend auf sie und rief: »Bin ich denn Gott? Er hat dir Kinder versagt und dich unfruchtbar gemacht, nicht ich!« 3»Dann gebe ich dir eben meine Magd Bilha«, entgegnete Rahel. »Geh und schlaf mit ihr! Wenn sie dann ein Kind bekommt, soll sie es mir überlassen. So kann ich durch sie doch noch Nachwuchs bekommen.« 4Jakob war einverstanden, und Rahel gab ihm Bilha zur Nebenfrau. Er schlief mit ihr, 5sie wurde schwanger und brachte einen Sohn zur Welt. 6Da sagte Rahel: »Gott hat mir zu meinem Recht verholfen! Er hat auf meine Bitte gehört und mir einen Sohn geschenkt!« Darum nannte sie ihn Dan (»Er hat zum Recht verholfen«). 7Bilha wurde erneut schwanger und schenkte Jakob einen weiteren Sohn. 8»Ich habe mit meiner Schwester einen Kampf um Gottes Gunst ausgefochten – und ich habe gewonnen!«, sagte Rahel und gab ihm den Namen Naftali (»mein Erkämpfter«). 9Als Lea merkte, dass sie keine Kinder mehr bekam, gab sie Jakob ihre Magd Silpa zur Nebenfrau. 10Silpa wurde schwanger und brachte einen Sohn zur Welt. 11»Mein Glück kehrt zurück!«, freute sich Lea und nannte ihn Gad (»Glück«). 12Als Silpa Jakob einen zweiten Sohn gebar, 13sagte Lea: »Ich Glückliche! Alle Frauen werden mich beglückwünschen!« Darum nannte sie ihn Asser (»glücklich«).

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Die Ehe von Jakob mit seinen zwei Frauen Rahel und Lea barg so einige schwierige Probleme: Beide Frauen wetteiferten darum, von Jakob mehr Liebe zu erhalten als die jeweils andere. Daher bemühten sie sich jeweils darum, Jakob Kinder zu schenken. Dafür taten Rahel und Lea alles, stellten ihrem Ehemann Jakob sogar weitere Nebenfrauen zur Verfügung. Tatsächlich waren die Wege Rahels und Leas von Erfolg gekrönt. Und beide waren jeweils glücklich über das, was sie erreicht hatten.

Doch eine Sache fällt beim Lesen auf: Niemals fragten Rahel sowie Lea nach Gottes Willen. Nein, sie gingen einfach drauf los! Sicherlich war es nicht im Sinne Gottes, dass Jakob zu seinen beiden Ehefrauen auch noch mehrere Nebenfrauen hatte und Kindern mit ihnen bekam. Gott hätte auch mit Sicherheit eine andere Lösung parat gehabt, um Rahel und Lea in ihren Situationen zu helfen. Doch sie gingen lieber eigene Wege, die zwar Erfolge brachten, jedoch ebenso ganz schön viel Chaos und Traurigkeit.

Mich persönlich inspiriert diese Bibelgeschichte dazu, mich zu fragen: Frage ich in meiner aktuellen Situation nach Gottes Willen? Oder bleibe ich in meinem eigenen menschlichen Gedankengebäude, um eine Lösung zu finden? Ich möchte mich nicht selbst limitieren, sondern zu Gott, meinem liebenden Vater, beten, dass er mir hilft, richtige Entscheidungen zu treffen.

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