STAYONFIRE

Impuls

Betrogen weitergehen

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

1. Mose

Kapitel 29, Vers 14–​30

JAKOB MUSS SICH SEINE FRAUEN VERDIENEN

14»Es ist wahr – du bist mein Blutsverwandter!«, sagte Laban. Jakob blieb bei seinem Onkel und half mit bei der Arbeit. Nach einem Monat 15sagte Laban zu ihm: »Du bist mein Verwandter, aber deshalb sollst du nicht umsonst für mich arbeiten! Sag mir, welchen Lohn willst du haben?« 16Laban hatte zwei Töchter; die ältere hieß Lea und ihre jüngere Schwester Rahel. 17Lea hatte glanzlose Augen, Rahel aber war eine sehr schöne Frau. 18Jakob hatte sich in sie verliebt. Darum antwortete er: »Ich will sieben Jahre für dich arbeiten, wenn du mir Rahel gibst!« 19»Einverstanden«, sagte Laban, »ich gebe sie lieber dir als einem fremden Mann. Bleib solange bei mir!« 20Die sieben Jahre, die er für Rahel arbeiten musste, vergingen für Jakob wie im Flug, so groß war seine Liebe zu ihr. 21Danach ging er zu Laban: »Die Zeit ist um! Gib mir Rahel, meine Braut, ich will sie nun endlich heiraten und das Bett mit ihr teilen!« 22Laban lud alle Leute des Ortes zu einer großen Hochzeitsfeier ein. 23Am Abend, als es dunkel war, brachte er aber nicht Rahel, sondern Lea zu Jakob, und er schlief mit ihr. 24Laban hatte ihr seine Magd Silpa zur Dienerin gegeben. 25Am nächsten Morgen entdeckte Jakob entsetzt, dass Lea neben ihm lag. Sofort stellte er Laban zur Rede: »Was hast du mir da angetan? Warum hast du mich betrogen? Ich habe doch für dich gearbeitet, um Rahel zu bekommen!« 26»Es ist bei uns nicht Sitte, die jüngere Tochter vor der älteren zu verheiraten«, entgegnete Laban. 27»Verbring mit Lea die Hochzeitswoche, dann bekommst du Rahel noch dazu – allerdings musst du weitere sieben Jahre für mich arbeiten!« 28Jakob willigte ein. Eine Woche später, als die Feierlichkeiten vorbei waren, bekam er auch Rahel zur Frau. 29Ihr wurde die Magd Bilha als Dienerin mitgegeben. 30Jakob schlief auch mit Rahel, und er liebte sie mehr als Lea. Er blieb noch einmal sieben Jahre bei Laban.

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Puh, also wenn man diese Geschichte für heute so liest, wird einem eigentlich schon klar, dass der Stress vorprogrammiert sein muss: Jakob war in Rahel verliebt, kämpfte um sie, doch wurde dann von ihrem Vater mit der Schwester Lea vermählt. Und das auch noch hinter Jakobs Rücken. Weitere sieben Jahre musste Jakob für den Vater seiner dann zwei Frauen arbeiten, um auch mit der geliebten Rahel verheiratet sein zu dürfen. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass es sich damals um eine andere Kultur und um eine andere Zeit handelte, was den Prozess vor einer Hochzeit angeht. Andere Zeiten, andere Sitten. Heutzutage läuft das natürlich alles etwas anders ab.

Wie dem auch sei: Jakob wurde betrogen. Doch er gab nicht auf. Er war davon überzeugt, dass Rahel die richtige Frau für ihn war, und er kämpfte weitere sieben Jahre um sie. Statt Wut und Frust die Überhand übernehmen zu lassen, ging er den Weg weiter, den er begonnen hatte. Ja, eine etwas befremdliche Geschichte für unsere heutige Zeit, doch das können wir auf jeden Fall daraus mitnehmen: Gott kann dir alle Kraft geben, den Weg weiterzugehen, selbst wenn du betrogen, belogen und verletzt wirst. Gott kann und wird dir immer noch zu deinem Recht verhelfen. Bete zu ihm, bleib an Gott dran. Er wird dir helfen! In diesem Sinne: STAYONFIRE!