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Impuls

Die Vergessene wird bemerkt

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Hoffnung

1. Mose

Kapitel 29, Vers 31–​35

JAKOBS KINDER

31Als der HERR sah, dass Lea nicht geliebt wurde, schenkte er ihr Kinder, während Rahel kinderlos blieb. 32Lea nannte ihren ersten Sohn Ruben (»Seht, ein Sohn«), denn sie sagte sich: »Der HERR hat mein Elend gesehen; jetzt wird mein Mann mich lieben, weil ich ihm einen Sohn geboren habe.« 33Danach brachte Lea den zweiten Sohn zur Welt. »Der HERR hat gehört, dass ich nicht geliebt werde. Darum hat er mir noch einen Sohn geschenkt!«, rief sie und gab ihm den Namen Simeon (»Erhörung«). 34Sie wurde wieder schwanger und brachte erneut einen Sohn zur Welt. »Jetzt wird sich Jakob mir endlich zuwenden, weil ich ihm drei Söhne geboren habe!«, sagte sie. Deshalb nannte sie ihn Levi (»Zuwendung«). 35Schließlich wurde ihr vierter Sohn geboren. »Ich will den HERRN preisen!«, sagte sie und nannte ihn Juda (»Lobpreis«). Danach bekam sie vorerst keine Kinder mehr.

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Es ist schon eine verrückte Geschichte. Jakob hatte nach der Hochzeitsnacht bemerkt, dass er von Laban betrogen worden war und die falsche Frau bekommen hatte. Nun musste er erneut viele Jahre Arbeit auf sich nehmen, um auch die Frau zu heiraten, die er wirklich liebte – Rahel.

In diesen chaotischen Verhältnissen denkt man oft über die Hauptcharaktere nach (Jakob, Laban oder Rahel). Doch man vergisst, dass Lea in eine ziemlich unangenehme Situation hineingeworfen worden war. Jakob hat keinen Gefallen an ihr, sie war vermutlich schon immer die weniger schöne Schwester neben der schönen Rahel gewesen, und jetzt war sie durch ihren Vater auch noch Teil eines Betruges geworden.

Vermutlich war Lea ziemlich auf sich allein gestellt und litt unter dieser Situation. Umso bemerkenswerter ist der erste Vers dieses Abschnitts: "Als der HERR sah, dass Lea nicht geliebt wurde, …" begann er zu wirken. Gott sah das Leid von Lea, beschenkte und segnete sie mit einem Kind nach dem anderen.

Mir gefällt diese "Randbemerkung" besonders, da uns hier ein barmherziger Gott begegnet, der tatsächlich ganz gezielt auf die Ausgestoßenen, Vergessenen und Schwachen schaut. Zu einem solchen Gott bete ich gern, da ich mir sicher bin, dass er mein Leid bemerkt, nicht wegschaut und darauf antwortet.