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Impuls

Gerechtigkeit dank Gott

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

1. Mose

Kapitel 31, Vers 33–​42

GOTT VERHILFT ZU JAKOBS RECHT

33Laban durchsuchte zuerst das Zelt Jakobs, danach Leas Zelt und das der beiden Mägde. 34-35In der Zwischenzeit hatte Rahel die Götterfiguren unter ihren Kamelsattel gestopft und sich daraufgesetzt. Als ihr Vater in das Zelt kam, sagte sie zu ihm: »Sei mir nicht böse, Vater, es ist kein Mangel an Respekt, dass ich vor dir nicht aufstehe; ich habe gerade meine Tage.« Laban durchsuchte alles, fand aber nichts. 36Da packte Jakob der Zorn, und er überhäufte Laban mit Vorwürfen: »Was habe ich dir getan, dass du mir nachhetzt wie einem Verbrecher? 37Du hast meinen ganzen Besitz durchwühlt. Und? – Hast du irgendetwas gefunden, was dir gehört? Dann leg es hier in die Mitte, damit es alle unsere Verwandten sehen und beurteilen können, wer von uns beiden im Recht ist! 38Zwanzig Jahre bin ich bei dir gewesen, und in dieser Zeit habe ich so gut für deine Herden gesorgt, dass weder deine Schafe noch deine Ziegen Fehlgeburten hatten. Ich habe nie ein Tier aus deiner Herde gestohlen und für mich geschlachtet. 39Wenn ein Schaf von einem Raubtier gerissen wurde, dann hast du keine Entschuldigung gelten lassen; ich musste für den Schaden aufkommen – es war dir ganz egal, ob das Tier bei Tag oder bei Nacht geraubt worden war! 40Ich bekam die ganze Härte des Hirtenlebens zu spüren: am Tag die Hitze und in der Nacht die Kälte, und oft konnte ich nicht schlafen. 41Insgesamt bin ich zwanzig Jahre bei dir gewesen; davon habe ich vierzehn Jahre für deine beiden Töchter gearbeitet und dann noch einmal sechs Jahre, um die Herde zu bekommen. Doch du hast mir immer wieder einen anderen Lohn gegeben, als wir vereinbart hatten. 42Du hättest mir sogar jetzt alles weggenommen und mich mit leeren Händen davongejagt, wenn mir nicht der Gott meines Großvaters Abraham geholfen hätte, dem auch mein Vater Isaak mit Ehrfurcht gedient hat. Gott hat mit angesehen, wie ich mich für dich abgearbeitet habe und wie schlecht du mich behandelt hast. Darum hat er mir letzte Nacht zu meinem Recht verholfen!«

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Jakob konfrontierte Laban. Er machte ihm eines unmissverständlich deutlich: "Du hast mich absolut falsch behandelt! Ich habe alles für dich getan und mich wirklich um gute Arbeit bemüht, doch du hast mich nicht richtig dafür entlohnt."

Jakob sah die Ungerechtigkeit, die ihm angetan worden war. Es schmerzte ihn sehr. Und er hatte keine Scheu davor, dies Laban auch eindeutig mitzuteilen. Stark! Denn nur durch ehrliche Konfrontation hatte Laban die Möglichkeit, seine Schuld einzusehen und sich bei Jakob auch zu entschuldigen.

Und aus noch etwas anderem machte Jakob kein Geheimnis: Dass er es Gott allein zu verdanken hatte, dass seine Flucht gelungen war, er vor Laban bewahrt geblieben war und nun Gerechtigkeit erfahren durfte: "Du hättest mir sogar jetzt alles weggenommen und mich mit leeren Händen davongejagt, wenn mir nicht der Gott meines Großvaters Abraham geholfen hätte, dem auch mein Vater Isaak mit Ehrfurcht gedient hat. Gott hat mit angesehen, wie ich mich für dich abgearbeitet habe und wie schlecht du mich behandelt hast. Darum hat er mir letzte Nacht zu meinem Recht verholfen!" [42]

Wo hast du Ungerechtigkeit erfahren und Gott hat dir zu deinem Recht verholfen? Teile deine Geschichte offen mit anderen. Mach Gott groß für das, was er in deinem Leben getan hat! Und wenn du noch in Ungerechtigkeit gefangen bist: Bitte Gott, dass er dir so wie Jakob zu deiner Gerechtigkeit verhilft!