1. Mose
Kapitel 33, Vers 1–11
DIE VERSÖHNUNG
1Kaum war Jakob weitergezogen, da sah er auch schon Esau, wie er mit 400 Mann anrückte. Sofort stellte er seine Kinder zu ihren Müttern. 2Die beiden Mägde mit ihren Kindern mussten vorangehen, dahinter kam Lea mit ihren Kindern und ganz zum Schluss Rahel mit Josef. 3Er selbst lief an die Spitze des Zuges und verbeugte sich siebenmal, bis sie seinen Bruder erreicht hatten. 4Der rannte Jakob entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Beide fingen an zu weinen. 5Dann betrachtete Esau die Frauen und die Kinder. »Wer sind sie?«, fragte er. »Das sind die Kinder, die Gott deinem Diener in seiner Güte geschenkt hat«, antwortete Jakob. 6Die beiden Mägde mit ihren Kindern kamen näher und verbeugten sich vor Esau, 7ebenso Lea mit ihren Kindern und schließlich Rahel mit Josef. 8»Warum hast du mir diese ganzen Herden entgegengeschickt?«, fragte Esau. »Sie sind ein Geschenk für dich, meinen Herrn, damit du dich mit mir versöhnst«, erklärte Jakob. 9Aber Esau erwiderte: »Ach, mein Bruder, ich habe schon selbst genug, behalte es doch!« 10»Nein, bitte nimm mein Geschenk an«, bat Jakob, »als Zeichen, dass du auch mich wieder annimmst. Als ich dir ins Gesicht schaute, war es, als würde ich Gott selbst sehen, so freundlich bist du mir begegnet! 11Mein Geschenk soll ein Segen für dich sein, schlag es doch nicht aus! Denn Gott hat es gut mit mir gemeint, und so habe ich wirklich alles, was ich brauche!« So drängte Jakob, und Esau gab schließlich nach.
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Weitere Infos →Ich finde, diese Szene ist "hollywoodreif", du nicht auch? Ich meine, da hat der eine Bruder den anderen betrogen und nun liefen sie sich entgegen! Beide versöhnten sich. Esau wollte das Geschenk von Jakob erst mal noch nicht annehmen, weil es ihm eindeutig nicht um das Geschenk, sondern um die Versöhnung mit seinem Bruder ging, dabei hatte dieser ihn doch eigentlich sehr krass betrogen (vgl. V. 8-10). Esau konnte zum ersten Mal die Familie seines Bruders sehen (vgl. V. 5-7). Die Konfrontation von Jakob mit seinem Bruder Esau endete in einer großen Versöhnung! Wie wunderschön! Und wie gesagt, eine Szene, die sich für Hollywood bestimmt eignen würde. 😊
Gott liebt Geschichten der Vergebung und Versöhnung. Gott liebt es, wenn zwei Menschen den Weg wieder zueinander hin finden und gehen. Mich inspiriert es einfach dazu, dankbar zu sein, für all die Momente der Vergebung und Versöhnung mit Menschen, die ich bereits erleben durfte. Durftest du das vielleicht auch bereits erfahren? Dann ist heute der Tag, um Gott dafür zu danken!
Gott kann zerbrochene Beziehungen wiederherstellen. Vertraue ihm dabei! Und bete noch heute dafür, dass Gott auch die zerbrochenen Beziehungen in deinem Leben in seine heilenden Hände nimmt. Sei gespannt, was passieren wird.