Epheser
Kapitel 6, Vers 5–9
SKLAVEN UND HERREN
5Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren, ehrt und achtet sie! Dient ihnen so aufrichtig, als würdet ihr Christus selbst dienen. 6Tut dies nicht nur vor ihren Augen, um von ihnen anerkannt zu werden. Ihr sollt vielmehr als Diener von Christus bereitwillig und gern den Willen Gottes erfüllen. 7Arbeitet mit Freude als Christen, die nicht den Menschen dienen, sondern dem Herrn. 8Denn ihr wisst ja: Der Herr wird jedem für seine guten Taten den verdienten Lohn geben, ganz gleich ob jemand Sklave ist oder frei. 9Auch ihr Herren sollt eure Sklaven behandeln, wie es Gott gefällt. Schüchtert sie nicht mit Drohungen ein. Denkt immer daran, dass ihr denselben Herrn im Himmel habt wie sie. Vor ihm sind alle Menschen gleich.
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Weitere Infos →In diesem Abschnitt spricht Paulus konkret zu den Sklaven und Herren. Bereits in den vorangegangenen Passagen hat Paulus immer wieder einzelne Alters- und Gesellschaftsgruppen in der Gemeinde adressiert und ihnen sehr praktisch erklärt, welcher Berufung sie nun als Christen in ihrem Umfeld nachkommen sollen. Was ich interessant finde, ist, dass Paulus in den letzten Fällen nicht davon spricht, einen neuen Job oder einen neuen Status zu suchen oder gar ganz aus dem gewohnten Umfeld auszubrechen. Er redet vielmehr von einer Veränderung im Herzen. Mit anderen Worten definiert er Berufung eher dadurch, "wie" man etwas tut, als es in dem zu verorten, "was" man tut.
Viele Christen fragen sich, wie ihre eigene Berufung aussieht. Dabei gehen sie ausschließlich der Frage nach, "was" sie tun sollen. Doch was wäre, wenn Gottes Berufung für dein Leben vielmehr mit dem "wie" als mit dem "was" zu tun hat? Versteh mich bitte nicht falsch. Ich spreche hier von einer Gewichtung, nicht von einem Entweder-oder. Die Sklaven sind ein gutes Beispiel für diese Gewichtung. Was war ihre Berufung als Christen? Ihrem Sklavenherrn den Rücken zu kehren und ein vollzeitlicher Missionar zu werden? Vielleicht in Einzelfällen. Doch im Allgemeinen fordert Paulus die Sklaven auf, ihr "wie" zu ändern. "Dient ihnen so aufrichtig, als würdet ihr Christus selbst dienen." (V. 5)