STAYONFIRE

Impuls

Sogar als Sklave

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Berufung

1. Timotheus

Kapitel 6, Vers 1–​2

ANWEISUNGEN FÜR DIE SKLAVEN

1Wer sich als Sklave seinem Herrn unterordnen muss, der soll ihn achten und ehren, damit der Name Gottes und die Lehre unseres Glaubens nicht durch sein schlechtes Verhalten in Verruf geraten. 2Das gilt auch, wenn der Herr selbst ein Christ ist. Der Sklave soll sich nicht mit ihm auf eine Stufe stellen, nur weil sie durch den Glauben Brüder sind. Im Gegenteil, er soll ihm umso bereitwilliger dienen. Denn was er tut, das tut er ja für jemanden, der wie er an Christus glaubt und von Gott geliebt wird. Das sollst du lehren, und daran sollst du alle erinnern.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Der heutige Bibelabschnitt hat Potenzial, missverstanden zu werden. Akzeptiert Gott jetzt das Geschäft mit Sklaven? Würde es nicht Sinn ergeben, dass ein Sklave, der Christ wurde, versucht, das System zu verlassen? Ganz zu schweigen von den Sklavenherren, die Christen wurden. Hätten sie nicht aufhören sollen, Sklaven zu besitzen?

Ja, das könnte man meinen. Doch der Bibelabschnitt spricht eine andere Sprache. Christliche Sklaven sollten sich weiterhin ihrem Herrn unterordnen und ihn achten. Selbst wenn beide, Herr und Sklave, Christen geworden waren, sollten sie ihre gesellschaftliche Hierarchie nicht aufgeben (vgl. V. 2).

Wie kann man das jetzt verstehen? Na ja, einerseits aus der Sicht der damaligen Kultur. Leider war es absolut gängig, einen Sklaven zu besitzen. Dabei ging es Sklaven jedoch nicht immer so schlecht wie vielleicht dargestellt. Das kam auf ihren Herrn an.

Andererseits steckt hinter der Empfehlung von Paulus ein geistliches Prinzip. Als Christ ist es weniger entscheidend, was du tust. Entscheidend ist vielmehr, wie du die Dinge tust, die du tust. Das ist mitunter auch ein Grund dafür, dass ich diese ganze Fragerei nach dem exakten Beruf, den Gott für mich vorgesehen hat, etwas anzweifele. Natürlich gibt es solche Berichte, doch im großen Ganzen glaube ich, dass man Gott mit fast jedem Beruf ehren kann. Damals sogar als Sklave.