Philemon
Kapitel 1, Vers 8–14
FREIWILLIGE TATEN
8Aus diesem Grund möchte ich dich jetzt um etwas bitten, was ich als Apostel von Jesus Christus auch mit gutem Recht von dir verlangen könnte. 9Doch um der Liebe willen möchte ich dir nichts befehlen, sondern dich schlicht und einfach bitten als ein alter Mann, den man jetzt auch noch ins Gefängnis geworfen hat, weil er die rettende Botschaft von Jesus Christus verkündet. 10Es geht um deinen Sklaven Onesimus, der hier durch mich zum Glauben an Christus gefunden hat und für mich deswegen wie ein Sohn geworden ist. 11Möglich, dass er früher seinem Namen keine Ehre gemacht hat und für dich nicht besonders nützlich war. Aber wie viel Nutzen kann er nun dir und mir bringen! 12Ich schicke ihn jetzt zu dir zurück und mit ihm mein eigenes Herz. 13Wie gern hätte ich ihn noch bei mir behalten, solange ich für die rettende Botschaft im Gefängnis sein muss. Er hätte mir helfen können, so wie du selbst es tun würdest. 14Aber ich wollte ihn nicht ohne deine Einwilligung hierbehalten. Denn eine gute Tat sollte nicht erzwungen sein, sondern freiwillig geschehen.
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Weitere Infos →Eines direkt vorweg: Die Umstände der damaligen Zeit, in der dieser Brief der Bibel verfasst wurde, waren ganz anders als unsere heutigen. Die Lebensrealität vor fast 2.000 Jahren sah es vor, dass wohlhabende Menschen Sklaven hatten. Und es steht außer Frage, dass es absolut wunderbar ist, dass das heute in den vielen Teilen der Welt verboten ist! (Auch wenn Menschenhandel leider immer noch ein großes Thema ist.)
Paulus schreibt also von einem Sklaven namens Onesimus, der durch Paulus zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist und den Paulus lieb gewonnen hat wie einen eigenen Sohn. Eine absolut revolutionäre Aussage über einen Sklaven in der damaligen Zeit! Paulus sieht das Potenzial in diesem Menschen. Und er sieht vor allem dessen Menschlichkeit und Würde! Es wird deutlich, dass Paulus möchte, dass es Onesimus gut ergeht. Er setzt sich für Onesimus bei dessen Herrn ein. Und doch weiß Paulus, dass die gute Tat einer anderen Person (hier von Onesimus‘ Herrn) niemals erzwungen werden sollte, sondern immer freiwillig geschehen muss (vgl. V. 14).
Was können wir mitnehmen? Es ist gut, sich für gute Dinge einzusetzen. Gott ehrt und schätzt das sehr! Dennoch können wir dabei die Mithilfe und Toleranz von Menschen nie erzwingen. Doch wir dürfen darum bitten. Höflich und ohne Zwang. Möge Gott deine guten Taten segnen und zum Erfolg bringen!