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Impuls

Garnichts Steht Im Weg!

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Apostelgeschichte

Kapitel 21, Vers 15–​25

DIE GESETZESTREUE

15Bald darauf bereiteten wir alles für die Weiterreise vor und machten uns auf den Weg nach Jerusalem. 16Einige Brüder aus Cäsarea begleiteten uns. Sie brachten uns zu Mnason, der aus Zypern stammte und einer der ersten Christen war. In seinem Haus sollten wir übernachten. 17Von der Gemeinde in Jerusalem wurden wir herzlich aufgenommen. 18Am Tag nach unserer Ankunft ging Paulus zusammen mit uns zu Jakobus; auch alle Leiter der Gemeinde hatten sich bei ihm versammelt. 19Paulus begrüßte sie alle und berichtete ausführlich, was Gott durch seine Arbeit unter den Nichtjuden getan hatte. 20Darüber waren alle froh; sie lobten und dankten Gott. Dann aber sagten sie: »Du weißt, lieber Bruder, dass Tausende von Juden zum Glauben an Jesus gefunden haben, und sie alle befolgen weiterhin streng die Gesetze von Mose. 21Man hat ihnen nun von dir berichtet, du würdest die Juden außerhalb Israels lehren, nicht mehr nach dem Gesetz zu leben. Sie sollten zum Beispiel ihre Kinder nicht mehr beschneiden lassen und die Ordnungen unseres Volkes missachten. 22Was sollen wir jetzt tun? Sie werden auf jeden Fall erfahren, dass du in Jerusalem bist. 23Wir möchten dir deshalb Folgendes raten: Hier sind vier Männer, die gerade ein Gelübde beendet haben. 24Unterstütze sie, indem du die Kosten für das Abschlussopfer und das Abschneiden der Haare übernimmst. Erfülle außerdem zusammen mit ihnen alle vom Gesetz geforderten Reinigungsvorschriften. Dann werden alle sehen, dass an den Gerüchten über dich nichts Wahres ist und du gewissenhaft das Gesetz befolgst. 25Wie die nichtjüdischen Christen leben sollen, haben wir ja schriftlich geregelt. Wir haben damals entschieden, dass sie kein Fleisch von Tieren essen dürfen, die Götzen geopfert wurden; sie sollen kein Blut verzehren und auch kein Fleisch von Tieren, die nicht völlig ausgeblutet sind. Außerdem sollen sie keine verbotenen sexuellen Beziehungen eingehen.«

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Und wieder steht Paulus in seinem altbekannten Konflikt: Die Treue zum religiösen Gesetz steht im Kontrast zu der Freiheit, die es in Jesus gibt. Paulus stammt selbst aus dem jüdischen Volk und gehörte sein bisheriges Leben dem jüdischen Glauben an. Und zum Judentum gehört eben das strenge Befolgen von Gesetzen Gottes. Doch gelten diese Gesetze jetzt auch noch für ihn, nachdem er zum Glauben an Jesus gekommen ist? Als Anführer, Gemeindegründer und Revolutionär von Menschen mit der selben Glaubensgeschichte - also von Menschen, die ebenfalls vom Judentum zum Christentum gekommen sind - erwarten die Leute natürlich ein vorbildliches und weises Verhalten von Paulus: "Wir möchten dir deshalb Folgendes raten: Hier sind vier Männer, die gerade ein Gelübde beendet haben. Unterstütze sie, indem du die Kosten für das Abschlussopfer und das Abschneiden der Haare übernimmst. Erfülle außerdem zusammen mit ihnen alle vom Gesetz geforderten Reinigungsvorschriften. Dann werden alle sehen, dass an den Gerüchten über dich nichts Wahres ist und du gewissenhaft das Gesetz befolgst." (V. 23 + 24) Und Paulus lässt sich darauf ein. Denn er weiß, dass es dem Verbreiten der Botschaft von Jesus dient, wenn er die Gebote und Gesetze des Judentums respektiert.

Was können wir aus diesem Text für unser Leben mitnehmen, wenn wir vielleicht nicht vom Judentum zum Christentum konvertiert sind? Nun ja, vor allem eines: Gott sorgt vor. Gott möchte durch dich und mich wirken, so wie er es auch durch Paulus getan hat! Und wenn es dafür Hindernisse gibt, dann will und wird Gott sie aus dem Weg räumen. So, wie er Paulus die Möglichkeit gegeben hat, seinen "Ruf" wiederherzustellen, wird er es auch bei uns tun. Darauf dürfen wir vertrauen! Wenn Gott etwas durch uns tun wird, dann steht dem absolut nichts im Weg!