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Connected mit Gott - Zeugnis geben

Fabienne Diaconuvon Fabienne Diaconu
Soziales Leben
Connected mit Gott - Zeugnis geben

Fühlst du dich gerade connected mit Gott?

Ich glaube, wir alle haben Phasen in unserem Leben als Christ, in denen wir uns Gott besonders nah fühlen. Gleichzeitig gibt es auch Zeiten, in denen wir das Gefühl haben, als würde unser Gebet nur die Zimmerdecke erreichen.

Wichtig ist: Egal, wie wir uns gerade fühlen, wir sollten immer in der Lage sein, Zeugnis für Jesus zu geben! Ein Zeugnis für Jesus zu sein, ist eine elementare Sache unseres Glaubens.

Ich habe heute Morgen die Apostelgeschichte beendet und bin noch immer beeindruckt von den Geschichten des Paulus und seinen Reisen. Passend zu unserem Thema fiel mir folgendes Erlebnis von Paulus besonders auf:

Paulus war als Gefangener auf einem Schiff auf dem Weg nach Rom, denn er sollte dort vor den Kaiser geführt werden. Unterwegs erlitt die ganze Besatzung Schiffbruch. Dies hatte Paulus im Vorfeld bereits prophezeit. Im Verlauf der Dinge gewann er das Vertrauen der Soldaten und sie konnten sich auf eine Insel retten, welche sich als die Insel Malta herausstellte. Dort passierten mehrere Dinge, während sie auf der Insel überwinterten: Paulus wurde von einer giftigen Schlange gebissen. Alle Einheimischen waren sich einig, dass sein letztes Stündchen damit geschlagen hatte. Als Paulus wider Erwarten unversehrt blieb, hielten ihn die Inselbewohner tatsächlich für einen Gott. Paulus konnte auf Malta auch einige Kranke heilen.

Zusammengefasst: Er konnte in der Situation, in der er sich gerade befand, ein Zeugnis für das Evangelium sein.

Wie sieht es mit uns aus? Können wir unser Zeugnis mit unseren Mitmenschen teilen – selbst dann, wenn unsere Umstände schwierig sind? Oder auch dann, wenn wir uns Gott gerade nicht so nah fühlen?

Ich möchte dir und mir 3 Wahrheiten mit auf den Weg geben, die uns vielleicht helfen können.

1. Wir sind nicht abhängig von unseren Gefühlen.

Das, was wir fühlen, ist nicht die Grundlage, auf der wir stehen. In Sprüche 3:5 heißt es:

„Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand.“

Selbst dann, wenn unser Kopf uns vorgaukelt, dass wir in unserer Beziehung zu Gott gerade nicht so gut unterwegs sind, selbst dann, wenn wir tatsächlich die letzten Tage weniger Zeit mit Gott verbracht haben, ändert das nichts an unserer Position und Identität als Kind Gottes. Gefühle können uns täuschen, sie sind heute so und morgen so. Doch unsere Identität bleibt bestehen und das ist unser Fundament!

Wir sind deshalb jederzeit dazu aufgerufen, für unseren Glauben einzustehen, und wir können das auch.

2. Wir sind nicht abhängig von unserer Situation.

Wie jetzt? Sind wir nicht? Das mag eine herausfordernde These sein, doch ich möchte auch hier wieder Paulus als Beispiel anführen.

In der Apostelgeschichte berichtete Lukas davon, dass Paulus und Silas ins Gefängnis geworfen wurden, nachdem sie mit Ruten geschlagen worden waren. Und was taten sie daraufhin? Schimpften sie über die Ungerechtigkeit, die ihnen widerfahren war? Nein! Sie beteten und lobten Gott mit Gesang.

Daraufhin ließ Gott ein Erdbeben entstehen, sodass sich die Gefängnistüren öffneten und die Fesseln gelöst wurden.

Paulus und Silas konnten unabhängig von ihrer Situation Gott loben. Und die Folge dessen? Der Kerkermeister und seine ganze Familie kamen zum Glauben an Jesus!

Was für ein großartiges Zeugnis!

3. Unser Glaubenszeugnis ist immer ein Wunder.

Ich bin ehrlich: Manchmal denke ich mir, dass mein Glaubenszeugnis doch gar nicht so beeindruckend ist. Würde es jemanden bewegen oder überzeugen, wenn ich es erzähle?

Ich bin in einem christlichen Elternhaus großgeworden, habe eine gute, christliche Schule besucht und im Alter von ca. 14 Jahren die tiefe Bedeutung des Evangeliums wirklich verstanden, nämlich, dass ich für meine Schuld Vergebung brauche, die ich nur bei Jesus finden kann.

Doch an der Stelle muss ich mich selbst korrigieren – und vielleicht auch dich:

Unser Zeugnis – egal, wie außergewöhnlich oder gewöhnlich es sein mag – ist immer der Beweis für das Handeln Gottes in unserem Leben! Von uns aus hätten wir niemals verstehen können, was Sünde und Vergebung wirklich bedeuten. Das musste Gott uns deutlich machen! Dein Glaubenszeugnis ist immer erzählenswert, denn es erzählt von Gottes großartigem Tun.

Eine weitere Sache ist mir an der Stelle noch wichtig: Nicht wir mit unserem Zeugnis, unseren tollen Worten oder unseren guten Argumenten können jemanden überzeugen, Christ zu werden. Wie gerade schon gesagt: Das tut der Herr! Wir haben die Aufgabe, Samen auszusäen mit dem, was wir unseren Mitmenschen erzählen und was wir tun. Wir können auch gießen, indem wir uns häufiger mit den gleichen Personen über den Glauben unterhalten. Doch für das Wachstum ist allein Gott zuständig. Das liegt in seiner Hand. 

Ich fasse unsere Punkte noch einmal zusammen:

  • Wir können unabhängig von unseren Gefühlen Zeugnis geben.

  • Wir können unabhängig von unserer Situation Zeugnis geben.

  • Wir können immer Zeugnis geben, weil es Gottes Handeln beweist!

Ich hoffe, du kannst einen oder mehrere Punkte für dich mitnehmen. Lass uns gemeinsam den Mut fassen, von unserem Glauben zu erzählen!