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Impuls

Veränderung ist möglich

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Philemon

Kapitel 1, Vers 15–​25

EIN SKLAVE ALS BRUDER UND FREUND

15Vielleicht ist dir Onesimus nur deshalb für eine kurze Zeit genommen worden, damit du ihn für immer zurückerhältst. 16Er kommt jetzt nämlich nicht nur als dein Sklave wieder, du wirst viel mehr an ihm haben: einen geliebten Bruder. Das ist er schon für mich gewesen. Wie viel mehr wird er es für dich sein; er gehört ja zu dir – als Mensch und nun auch als Christ. 17Wenn ich also dein Freund und Bruder bin, dann nimm Onesimus auf, als würde ich selbst zu dir kommen. 18Sollte dir durch seine Flucht irgendein Schaden entstanden sein, oder sollte er dir etwas schulden, dann stell es mir in Rechnung. 19Ich werde es bezahlen. Dafür bürge ich hier mit meiner Unterschrift. Was du mir allerdings schuldest, weil du durch mich zum Glauben an Jesus Christus gefunden hast, davon will ich hier gar nicht reden. 20Philemon, mein lieber Bruder! Bereite mir doch diese Freude und erfülle meine Bitte, weil wir beide an den Herrn glauben und durch Jesus Christus verbunden sind. 21Ich schreibe dir im Vertrauen darauf, dass du dich nach mir richten wirst. Ja, ich bin sicher, du wirst noch mehr tun, als ich von dir erbitte. 22Einen Wunsch hätte ich außerdem noch: Halte bitte eine Unterkunft für mich bereit. Denn ich rechne damit, dass Gott eure Gebete erhört und uns ein Wiedersehen schenkt. 23Epaphras lässt dich herzlich grüßen. Er ist mit mir für Jesus Christus im Gefängnis. 24Herzliche Grüße auch von meinen Mitarbeitern Markus, Aristarch, Demas und Lukas. 25Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!

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Onesimus war ein Sklave von Philemon, der aus seinem Haus geflohen und zu Paulus gelaufen (ein guter Bekannter von Philemon) war. Statt Onesimus für diese Tat zu verurteilen, führte Paulus Onesimus zum Glauben. Der Glaube veränderte sein ganzes Leben. Nun wollte Paulus Onesimus zu seinem Herrn Philemon zurückschicken.

Verständlich, dass Philemon skeptisch war. "Sollte ich mir diesen Typen wieder ins Haus holen?" Doch Paulus versuchte, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. "Onesimus hat mit Mist gebaut, ja. Doch er hat durch Jesus Vergebung gefunden. Er hat sich verändert." Paulus fordert Philemon auf, ihm eine zweite Chance zu geben. "Stell mir in Rechnung, welche Kosten durch seine Flucht entstanden sind, doch nimm ihn wieder auf!" (Vgl. V. 18-19) "Er kommt jetzt nämlich nicht nur als dein Sklave wieder, du wirst viel mehr an ihm haben: einen geliebten Bruder." [16]

Was sagt uns das für unseren Alltag? Menschen können sich in der Kraft des Evangeliums verändern. Trotz aller Enttäuschung und Verletzung, die wir vielleicht erlebt haben, können wir lernen, neu zu vertrauen. Vielleicht wird man in den meisten Fällen nicht mehr beste Freunde, doch Jesus macht Vergebung möglich. Deshalb sei vorsichtig mit der Aussage: "Der oder die verändert sich nie!" Vielleicht sollten wir lieber beten und Gott machen lassen. Wie Paulus es bei Onesimus tat.