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Die wahren Hirten

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Identität

Lukas

Kapitel 2, Vers 8–​20

DIE HIRTEN AUF DEM FELD

8In dieser Nacht bewachten draußen auf den Feldern vor Bethlehem einige Hirten ihre Herden. 9Plötzlich trat ein Engel des Herrn zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr, 10aber der Engel sagte: »Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllen wird: 11Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der versprochene Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. 12Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!« 13Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten: 14»Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.« 15Nachdem die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren, beschlossen die Hirten: »Kommt, wir gehen nach Bethlehem. Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und was der Herr uns verkünden ließ.« 16Sie machten sich sofort auf den Weg und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Futterkrippe lag. 17Als sie es sahen, erzählten die Hirten, was ihnen der Engel über das Kind gesagt hatte. 18Und alle, die ihren Bericht hörten, waren darüber sehr erstaunt. 19Maria aber merkte sich jedes Wort und dachte immer wieder darüber nach. 20Schließlich kehrten die Hirten zu ihren Herden zurück. Sie lobten Gott und dankten ihm für das, was sie gehört und gesehen hatten. Es war alles so gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

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Was kommt dir als erstes in den Sinn, wenn du an Hirten denkst? Vielleicht ein paar liebe, etwas ältere Männer, die den ganzen Tag friedlich auf grünen Wiesen sitzen und auf flauschige, weiße Schäfchen aufpassen? Zugegeben: Genau dieses Bild wird uns vermittelt, wenn wir die Gestaltung der typischen Krippen zu Weihnachten ansehen. Doch dieses Bild von Hirten entspricht nicht der Realität. Die tatsächlichen Hirten, die damals von den Engeln auf dem Feld als erste von der frohen Botschaft erfuhren, dass Jesus Christus, Gott selbst, auf diese Welt gekommen war, waren eher ungepflegte, raue Typen. Sie verteidigten ihre Schafe ständig gegen andere wilde Tiere und ließen sich vom Leben nichts vormachen. Das Leben eines Hirten vor über 2.000 Jahren in Bethlehem war gezeichnet von Herausforderungen und einer harten Lebensrealität.

Gott entschied sich, genau diesen Hirten die absolut heftige Ehre zukommen zu lassen, dass sie als erste zu Jesus Christus kommen durften. Die Menschen, die eher zur Unterschicht der damaligen Gesellschaft gehörten, waren die Ehrengäste an dem Ort, an dem der Retter der Welt geboren wurde! Gott setzte mit dieser ersten Handlung nach Jesu Geburt direkt ein Statement, das bis heute gilt: Jesus Christus ist nicht an deiner perfekten Leistung interessiert. Jesus Christus sehnt sich vielmehr nach einer echten Begegnung mit dir. Mitten in deinem alltäglichen Leben. Mitten in deinen Wunden.