STAYONFIRE

Impuls

Die Welt steht Kopf

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Hoffnung

Markus

Kapitel 15, Vers 22–​39

Die Kreuzigung

21Unterwegs begegnete ihnen Simon aus Kyrene, der Vater von Alexander und Rufus. Simon kam gerade von seinem Feld zurück. Die Soldaten zwangen ihn, das Kreuz zu tragen, an das Jesus gehängt werden sollte. 22Sie brachten Jesus nach Golgatha; das bedeutet »Schädelstätte«. 23Dort wollten die Soldaten ihm Wein mit Myrrhe geben. Aber Jesus trank nichts davon. 24Dann nagelten sie ihn an das Kreuz. Seine Kleider teilten sie unter sich auf und bestimmten durch das Los, was jeder bekommen sollte. 25Es war neun Uhr morgens, als sie ihn kreuzigten. 26Am Kreuz war ein Schild angebracht, auf dem man lesen konnte, weshalb man ihn verurteilt hatte. Darauf stand: »Der König der Juden!« 27Mit Jesus wurden zwei Verbrecher gekreuzigt, der eine rechts, 28 der andere links von ihm. 29Die Leute, die am Kreuz vorübergingen, verspotteten ihn und schüttelten verächtlich den Kopf: »Ha! Den Tempel wolltest du abreißen und in drei Tagen wieder aufbauen! 30Dann rette dich doch selber und komm vom Kreuz herunter!« 31Auch die obersten Priester und die Schriftgelehrten verhöhnten Jesus: »Anderen hat er geholfen, aber sich selbst kann er nicht helfen. 32Dieser Christus, dieser König von Israel, soll er doch vom Kreuz heruntersteigen! Wenn wir das sehen, wollen wir an ihn glauben!« Ebenso beschimpften ihn die beiden Männer, die mit ihm gekreuzigt worden waren. 33Am Mittag wurde es plötzlich im ganzen Land dunkel. Diese Finsternis dauerte drei Stunden. 34Gegen drei Uhr rief Jesus laut: »Eli, Eli, lema sabachtani?« Das heißt übersetzt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« 35Einige von den Umstehenden aber meinten: »Hört doch! Er ruft den Propheten Elia.« 36Einer von ihnen holte schnell einen Schwamm, tauchte ihn in Essigwasser und steckte ihn auf einen Stab, um Jesus davon trinken zu lassen. »Wir wollen doch sehen, ob Elia kommt und ihn herunterholt!«, sagte er. 37Aber Jesus schrie laut auf und starb. 38Im selben Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten von oben bis unten. 39Der römische Hauptmann, der gegenüber vom Kreuz stand, hatte mit angesehen, wie Jesus starb, und rief: »Dieser Mann ist wirklich Gottes Sohn gewesen!«

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Heute ist Karfreitag. Ein Tag des Schreckens. Zumindest an und für sich genommen. Glaubt man den Worten Jesu, dann ereignete sich am Karfreitag einer der größten Skandale der Menschheitsgeschichte. Damit sollen nicht alle schändlichen Gräueltaten, die Menschen im Laufe der Geschichte begangen haben, verharmlost werden. Doch hier starb der Schöpfer des Universums am Kreuz.

Wenn man alle österlichen Traditionen beiseitelässt und die Botschaft isoliert auf sich wirken lässt, ist das kaum zu ertragen. Gott ließ sich ans Kreuz nageln!

Wenn das stimmt, dann ist Gott so ganz anders, als ihn sich die meisten Menschen auf der Welt vorstellen. Dann ist alles so anders. Dann steht die Welt auf dem Kopf. Der Unschuldige wird schuldig und der Schuldige wird unschuldig. Der Sohn Gottes trug, was wir verdienen, und wurde zum König gekrönt.

Es ist mehr als ein Feiertag. Es ist ein Wendepunkt. Die Bibel spricht davon, dass wir alle vor Gott schuldig sind. Die Bibel sagt auch, dass diese Schuld dazu führt, dass wir von Gott getrennt sind. Die letzte Konsequenz ist der Tod.

Und da stirbt Jesus. Am Kreuz. An unserer Stelle. Er stirbt unseren Tod. Damit ist die Trennung von Gott aufgehoben. Es heißt, im Augenblick des Todes Jesu sei der Vorhang zum Allerheiligsten zerrissen. Ja, der Zugang ist frei. Und es kommt noch besser ... schau am Sonntag wieder rein!