1. Thessalonicher
Kapitel 2, Vers 1–7
WIE ALLES BEGANN
1Ihr wisst ja selbst, liebe Brüder und Schwestern, dass unsere Mühe nicht vergeblich war, als wir zum ersten Mal Gottes Botschaft bei euch verkündeten. 2Und ihr wisst auch, dass wir vorher in Philippi viel zu leiden hatten und misshandelt worden waren. Aber Gott hat uns den Mut und die Kraft gegeben, euch seine rettende Botschaft zu verkünden – trotz aller Widerstände, mit denen wir fertigwerden mussten. 3Wenn wir Menschen auffordern, diese Botschaft anzunehmen, erzählen wir ja keine Märchen. Wir machen auch niemandem etwas vor oder führen die Leute hinters Licht. 4Im Gegenteil, Gott selbst hat uns geprüft und für vertrauenswürdig erachtet. Er hat uns beauftragt, die rettende Botschaft zu verkünden – deshalb und nur deshalb sagen wir sie weiter. Wir wollen nicht Menschen damit gefallen, sondern Gott. Ihn können wir nicht täuschen, denn er kennt unser Herz. 5Ihr wisst auch, dass wir euch niemals mit Schmeicheleien einfangen wollten und dass es uns nicht um unseren eigenen Vorteil ging. Dafür ist Gott unser Zeuge. 6Niemals wollten wir persönliches Ansehen gewinnen – weder bei euch noch bei anderen Leuten. 7Als Apostel von Jesus Christus hätten wir bei euch doch auf unsere besondere Autorität pochen können; stattdessen gingen wir liebevoll mit euch um wie eine Mutter, die für ihre Kinder sorgt.
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Weitere Infos →Wenn du in deinem Umfeld Menschen leitest, möchte ich dir zu Beginn eine Frage stellen: Folgen Menschen deiner Leitung aufgrund deiner Position oder, weil sie dir wirklich vertrauen? Für Paulus war diese Frage sehr entscheidend. Als Apostel hätte er in Thessalonich auf seine Position pochen können.
Wenn man jedoch genau hinschaut, ging es Paulus um Beziehung und Vertrauen: "Als Apostel von Jesus Christus hätten wir bei euch doch auf unsere besondere Autorität pochen können; stattdessen gingen wir liebevoll mit euch um wie eine Mutter, die für ihre Kinder sorgt." [7]
Paulus’ Anweisungen an die Christen in Thessalonich beriefen sich auf liebevolle Beziehungen. Die ganze Leitung von Paulus baute auf Vertrauen auf. Es ging nicht um Macht und Einfluss. Es ging darum, gemeinsam in Gottes Mission unterwegs zu sein. "Wir wollen nicht Menschen damit gefallen, sondern Gott. Ihn können wir nicht täuschen, denn er kennt unser Herz." [4c+d]
So möchte ich auch dich als Leiter oder potenziellen Leiter ermutigen: Führe Menschen durch Vertrauen und nicht allein auf Grundlage deiner Position. Wenn Menschen dir vertrauen, werden sie dir folgen. Selbst in Krisen. Führung, die losgelöst von Vertrauen geschieht, führt nicht selten zu Misstrauen, der Wurzel vieler Konflikte. Arbeite also an deiner Vertrauenswürdigkeit.