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Impuls

Gott ist nicht verrückt

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Lukas

Kapitel 22, Vers 47–​53

VERRAT UND VERHAFTUNG

47Noch während Jesus sprach, kam eine große Gruppe Männer. Sie wurden von Judas, einem der zwölf Jünger, angeführt. Judas ging auf Jesus zu, um ihn mit einem Kuss zu begrüßen. 48Aber Jesus fragte ihn: »Judas, willst du den Menschensohn mit einem Kuss verraten?« 49Jetzt hatten auch die anderen Jünger begriffen, was vor sich ging. Aufgeregt riefen sie: »Herr, sollen wir dich mit dem Schwert verteidigen?« 50Einer von ihnen zog gleich das Schwert, schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. 51Aber Jesus befahl: »Hört auf damit!« Er berührte das Ohr des Mannes und heilte ihn. 52Dann fragte Jesus die obersten Priester, die Offiziere der Tempelwache und die führenden Männer des Volkes, die gekommen waren, um ihn festzunehmen: »Bin ich denn ein Verbrecher, dass ihr euch mit Schwertern und Knüppeln bewaffnen musstet? 53Jeden Tag war ich im Tempel. Warum habt ihr mich nicht dort festgenommen? Aber jetzt ist eure Stunde da. Jetzt hat die Finsternis Macht.«

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Es ist so weit: Die Verheißung über Jesus Christus erfüllt sich. Er wurde von seinem eigenen Jünger Judas an die Römer verraten, die ihn schließlich ans Kreuz nageln würden. All das musste geschehen. Jesus, Gott selbst, wusste das wie kein anderer. Doch die anderen Jünger waren mit der schrecklichen Szene verständlicherweise komplett überfordert. Und sie hauten einem der römischen Soldaten einfach ein Ohr ab. Verteidigung erscheint in dieser Lage als eine logische Sache. Doch Jesus Christus weiß, dass diese Art der Gewalt selbst in dieser Situation falsch ist. Jesus weiß es besser. Daraufhin heilte er das Ohr seines Feindes. Das erscheint auf den ersten Blick verrückt: Wieso verteidigte sich Jesus nicht?! Doch nur weil sich diese schlimme Verheißung von Jesu Tod am Kreuz tatsächlich erfüllt hat, werden Menschen überhaupt errettet und der Weg zu Gott ist frei!

Was verrückt erscheint, ist im Rückblick etwas, wofür wir dankbar sind. Wie oft hast du Gottes Wege erst im Rückblick verstanden? Dies gilt ebenso für deine jetzige Situation, in der du Gottes Pläne mit deinem Leben vielleicht einfach mal so gar nicht nachvollziehen kannst. Keine Sorge, Gott ist nicht verrückt geworden. Gott hat immer noch alles im Griff und am Ende das Beste für dich im Sinn!