Apostelgeschichte
Kapitel 16, Vers 11–26
DIE ERSTE GEMEINDE IN EUROPA
11Wir gingen in Troas an Bord eines Schiffes und segelten auf dem kürzesten Weg zur Insel Samothrake, am nächsten Tag weiter nach Neapolis, 12und von dort begaben wir uns landeinwärts nach Philippi, der bedeutendsten römischen Kolonie in diesem Teil der Provinz Mazedonien. Hier blieben wir einige Tage. 13Am Sabbat gingen wir hinaus aus der Stadt und kamen an das Flussufer, wo sich – wie wir annahmen – eine kleine jüdische Gemeinde zum Gebet versammelte. Wir setzten uns und sprachen mit den Frauen, die sich dort eingefunden hatten. 14Zu ihnen gehörte Lydia, die an den Gott Israels glaubte. Sie stammte aus Thyatira und handelte mit Purpurstoffen. Während sie aufmerksam zuhörte, ließ der Herr sie erkennen, dass Paulus die Wahrheit verkündete. 15Mit allen, die in ihrem Haus lebten, ließ sie sich taufen. Danach forderte sie uns auf: »Wenn ihr davon überzeugt seid, dass ich an den Herrn glaube, dann kommt in mein Haus und bleibt als meine Gäste.« Sie gab nicht eher Ruhe, bis wir einwilligten. 16Auf dem Weg zur Gebetsstätte begegnete uns eines Tages eine Sklavin. Sie war von einem Dämon besessen, der sie wahrsagen ließ. Auf diese Weise brachte sie ihren Besitzern viel Geld ein. 17Die Frau lief hinter Paulus und uns anderen her und schrie: »Diese Männer sind Diener des höchsten Gottes und zeigen euch, wie ihr gerettet werden könnt!« 18Das wiederholte sich an mehreren Tagen, bis Paulus es nicht mehr ertragen konnte. Er wandte sich zu der Frau um und sagte zu dem Dämon: »Im Namen von Jesus Christus befehle ich dir: Verlass diese Frau!« In demselben Augenblick verließ der Dämon die Sklavin. 19Als aber ihre Besitzer merkten, dass sie mit ihr nichts mehr verdienen konnten, packten sie Paulus und Silas und schleppten die beiden auf den Marktplatz zur Stadtbehörde. 20»Diese Männer bringen unsere Stadt in Aufruhr«, beschuldigte man sie vor den obersten Beamten der Stadt. »Es sind Juden! 21Sie wollen hier Sitten einführen, die wir als römische Bürger weder befürworten noch annehmen können!« 22Da stellte sich die aufgehetzte Menschenmenge drohend gegen Paulus und Silas, und die obersten Beamten der Stadt ließen den beiden die Kleider vom Leib reißen und sie mit Stöcken schlagen. 23Nachdem sie so misshandelt worden waren, warf man sie ins Gefängnis und gab dem Aufseher die Anweisung, die Gefangenen besonders scharf zu bewachen. 24Also sperrte er sie in die sicherste Zelle und schloss zusätzlich ihre Füße in einen Holzblock ein. 25Gegen Mitternacht beteten Paulus und Silas. Sie lobten Gott mit Liedern, und die übrigen Gefangenen hörten ihnen zu. 26Plötzlich bebte die Erde so heftig, dass das ganze Gefängnis bis in die Grundmauern erschüttert wurde; alle Türen sprangen auf, und die Ketten der Gefangenen fielen ab.
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Weitere Infos →Wow! Ein dicht bepackter Text mit vielen Ereignissen. Die Apostel kommen in die Stadt Philippi in Mazedonien. Sie haben endlich ihr Ziel im heutigen Europa erreicht. Und direkt kommt die Geschäftsfrau Lydia durch die Predigt der Apostel zum Glauben an Jesus Christus. Daraufhin lassen sie und ihr ganzes Haus sich taufen. Als nächstes befreien die Apostel eine Sklavin von einem Dämon, der von ihr Besitz ergriffen hatte. Daraufhin werden die Apostel Paulus und Silas festgenommen, weil sie Mazedonien angeblich in Aufruhr versetzen würden, sie werden deshalb misshandelt und ins Gefängnis geworfen. Doch dann kommt der Plot Twist: Gott befreit die beiden Apostel aus ihrer Gefangenschaft.
Ein Wunder jagt das nächste. Gott hatte den Aposteln nicht ohne Grund den klaren Auftrag gegeben, nach Mazedonien zu gehen (Verpasst? Lies dazu gerne nochmal den Impuls von gestern in unserer App nach). Hier werden sie wirklich gebraucht! Aber vor allem anderen wird eben in dieser Stadt Jesus Christus, Gott selbst, gebraucht! Die Menschen sehnen sich nach Befreiung. Nach Sinn in ihrem Leben. Und Gott schenkt ihnen beides durch die Apostel. Nochmals wird deutlich: Wenn Gott redet, dann redet er nicht vergeblich. Wenn Gott uns einen Auftrag gibt, dann tut er es nicht vergeblich. Wir dürfen uns darauf verlassen, dass Gott gemeinsam mit uns in unseren Leben unterwegs ist!