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Impuls

Ein Christlicher Lebensstil?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

1. Korinther

Kapitel 5, Vers 1–​13

MISSSTÄNDE IN DER GEMEINDE

1Überhaupt hört man schlimme Dinge über euch. So ist mir berichtet worden, dass ihr in eurer Gemeinde Leute duldet, die verbotene sexuelle Beziehungen eingegangen sind, und zwar soll einer von euch mit seiner Stiefmutter zusammenleben. So etwas ist nicht einmal bei den Menschen erlaubt, die Gott nicht kennen! 2Ihr aber seid auch noch eingebildet. Müsstet ihr nicht stattdessen traurig und beschämt diesen Mann aus eurer Gemeinde ausschließen? 3Ich selbst bin zwar nicht persönlich, aber doch im Geist bei euch. Und als solcher habe ich bereits mein Urteil über den Schuldigen gefällt. 4Wenn ihr im Namen von Jesus Christus zusammenkommt, werde ich im Geist bei euch sein, und auch Jesus, unser Herr, ist dann mit seiner Kraft gegenwärtig. Dann wollen wir gemeinsam 5diesen Mann dem Satan ausliefern. Er soll die zerstörende Macht des Bösen am eigenen Leib erfahren, damit sein Geist am Tag des Gerichts gerettet werden kann. 6Ihr habt wirklich nicht den geringsten Grund zur Überheblichkeit. Wisst ihr nicht, dass schon ein wenig Sauerteig genügt, um den ganzen Teig zu durchsäuern? 7So wie man beim Passahfest jeden Rest von ungesäuertem Teig aus den Häusern entfernt, so sollt ihr alles Böse aus eurer Gemeinde entfernen. Dann werdet ihr ein neuer, ungesäuerter Teig. Und genau das seid ihr doch bereits. Ihr seid rein, weil Jesus Christus als unser Passahlamm geopfert wurde. 8Darum lasst uns das Passahfest feiern: nicht mit Brot aus dem alten Sauerteig von Sünde und Bösem, sondern mit ungesäuertem Brot der Reinheit und Wahrhaftigkeit. 9Ich habe euch in meinem früheren Brief geschrieben, dass ihr nichts mit Leuten zu tun haben sollt, die sich zu sexuellem Fehlverhalten hinreißen lassen. 10Damit habe ich freilich nicht alle auf der Welt gemeint, die sexuell unmoralisch leben, habgierig sind, stehlen oder Götzen anbeten. Sonst müsstet ihr ja die Welt verlassen. 11Nein, ich meinte, dass ihr euch von all denen trennen sollt, die sich Christen nennen und trotzdem verbotene sexuelle Beziehungen eingehen, geldgierig sind, Götzen anbeten, Verleumdungen verbreiten, Trinker oder Diebe sind. Mit solchen Leuten sollt ihr keinerlei Gemeinschaft haben. 12-13Es ist nicht unsere Aufgabe, Leute zu verurteilen, die nicht zur Gemeinde gehören. Das wird Gott tun. Aber für das, was in der Gemeinde geschieht, tragt ihr die Verantwortung. »Entfernt den Bösen aus eurer Mitte!«, heißt es schon in der Heiligen Schrift.

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Ganz ehrlich? Dieser Text fordert extrem heraus! Der Apostel Paulus wählt hier sehr harte Worte. Doch nach einem wiederholten Lesen dieser Verse wird deutlich, dass im Grunde eine sehr elementare Weisheit in ihnen zu finden ist. Eine Weisheit, die bis heute hochaktuell ist: Der Glaube an Jesus Christus ist ernstzunehmen! Die Christen in Korinth mussten das von Paulus mit solch harten Worten hören, denn sie meinten, sie müssten Gott keinerlei Respekt mit ihrem Leben entgegenbringen. Sie hielten es nicht für nötig, überhaupt mal darüber nachzudenken, dass sie ihren Lebensstil von Jesus verändern lassen sollten. Und dass er ihnen die nötige Kraft dafür geben würde! Sie wollten ein bequemes Christsein leben. Alle Vorteile mitnehmen, sich dem Ernst der Lage jedoch nicht widmen. Ein Lebensstil, der absolut nicht so war, wie Jesus, seine Jünger und die Apostel ihn vorlebten. Gott hätte eigentlich viel mehr für die Christen in Korinth bereitgehalten, wenn sie ihm ihre Laster nur anvertraut hätten. Gott wollte sie davon befreien, aber sie klammerten sich an ihrer Sünde fest, welche sie im Grunde nur zerstörte. Sind du und ich wirklich so viel besser als die damalige Gemeinde in Korinth? Haben du und ich nicht auch "Lieblingssünden", von denen wir uns von Gott einfach nicht befreien lassen wollen?

Und noch eine absolut relevante Weisheit: "Es ist nicht unsere Aufgabe, Leute zu verurteilen, die nicht zur Gemeinde gehören. Das wird Gott tun. Aber für das, was in der Gemeinde geschieht, tragt ihr die Verantwortung." (V. 12+13a) Wer nicht von sich behauptet, ein Christ zu sein, der kann sich auch nicht an die biblischen Gebote halten. So einfach ist das. Die Aufgabe von uns Christen wird es niemals sein, unsere Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde, Familie, Bekannte und Fremde für ihr - in Gottes Augen falsches - Verhalten zu verurteilen. Es wird niemals unsere Aufgabe sein, der Welt ihre Sünden unter die Nase zu reiben, vielmehr sollen wir alle Menschen lieben! So, wie Jesus es ebenfalls getan hat. Er ist seinen Mitmenschen in absoluter Liebe und Annahme begegnet!