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Impuls

Gott schreit nach dir

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Markus

Kapitel 12, Vers 1–​12

VOM WEINBERGBESITZER UND DEN PÄCHTERN

1Dann erzählte Jesus ihnen ein Gleichnis: »Ein Mann legte einen Weinberg an, zäunte ihn ein, stellte eine Weinpresse auf und baute einen Wachturm. Dann verpachtete er den Weinberg an einige Weinbauern und reiste ins Ausland. 2Zur Zeit der Weinlese beauftragte er einen Knecht, den vereinbarten Anteil an der Ernte abzuholen. 3Aber die Weinbauern packten den Knecht, schlugen ihn nieder und jagten ihn mit leeren Händen davon. 4Da schickte der Besitzer einen zweiten Boten. Dem schlugen sie den Kopf blutig und verhöhnten ihn. 5Den dritten Boten des Weinbergbesitzers brachten sie um. Immer wieder versuchte der Besitzer, zu seinem Ernteanteil zu kommen. Doch alle, die in seinem Auftrag hingingen, wurden verprügelt oder sogar getötet. 6Nun blieb nur noch einer übrig: sein einziger Sohn, den er sehr liebte. Ihn schickte er zuletzt. ›Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben‹, sagte er sich. 7Aber die Weinbauern waren sich einig: ›Das ist der Erbe! Los, den bringen wir um, und dann gehört der Weinberg uns.‹ 8Sie packten ihn, brachten ihn um und warfen ihn zum Weinberg hinaus. 9Was, meint ihr, wird der Besitzer jetzt wohl tun? Er wird selbst kommen, die Weinbauern töten und den Weinberg an andere verpachten. 10Habt ihr nicht die folgende Schriftstelle gelesen: ›Der Stein, den die Bauarbeiter weggeworfen haben, weil sie ihn für unbrauchbar hielten, ist nun zum Grundstein des ganzen Hauses geworden. 11Was keiner für möglich gehalten hat, das tut der Herr vor unseren Augen‹?« 12Am liebsten hätten die obersten Priester, die Schriftgelehrten und die führenden Männer des Volkes Jesus festgenommen. Sie hatten verstanden, dass er in diesem Gleichnis von ihnen gesprochen hatte. Aber sie wagten sich nicht an ihn heran, weil sie vor dem Volk Angst hatten. So ließen sie ihn in Ruhe und gingen weg.

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Die Lösung des Gleichnisses von Jesus steht in sich selbst geschrieben. (vgl. V. 12) Mit den Weinbauern sind die Priester und Führer aus dem Volk Israel gemeint. Der Weinbergbesitzer ist Gott selbst, der seine Boten (Propheten) und schließlich seinen eigenen Sohn (Jesus Christus) zu den Weinbauern (das Volk Israel) schickt, um es auf den richtigen Weg zu führen. Doch sowohl die Boten (Propheten) als schließlich auch der eigene Sohn (Jesus Christus) werden misshandelt und getötet.

Die Menschen wollen einfach nicht einsehen, dass Gott der ist, der er ist. An seiner Existenz und Wahrheit ändert das nichts. Und doch wird anhand dieses Gleichnisses, welches Jesus erzählt, deutlich, wie sehr es Gott schmerzt, wenn wir Menschen (oder eben damals das Volk Israel) sein Wort und seine Wahrheit mit Füßen treten. Gott ringt um uns. Um jeden einzelnen! Dafür bringt er große Opfer! Schließlich opfert er sogar seinen eigenen Sohn, Jesus Christus, Gott selbst, der am Kreuz getötet wird. Wie reagierst du auf diesen Schrei Gottes nach dir? Lässt du ihn in dein Leben und in dein Herz hineinkommen? Oder glaubst du immer noch, dass sich dieser Gott nicht für dich interessiert?