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Impuls

Mit Blick aufs Kreuz

Fabienne Diaconuvon Fabienne Diaconu
Hoffnung

Psalm

Kapitel 80, Vers 1–​20

Der verbrannte Weinstock

1Ein Lied von Asaf, nach der Melodie: »Lilien als Zeugnis«. 2Höre uns, Gott, du Hirte Israels, der du dein Volk wie eine Herde hütest! Der du über den Keruben thronst – erscheine in deinem strahlenden Glanz! 3Zeige deine Macht den Stämmen Ephraim, Benjamin und Manasse! Komm und hilf uns doch! 4O Gott, richte uns, dein Volk, wieder auf! Blicke uns freundlich an, dann sind wir gerettet! 5Du allmächtiger HERR und Gott, wie lange willst du noch zornig auf uns sein, obwohl wir zu dir beten? 6Tränen sind unsere einzige Speise – ganze Krüge könnten wir mit ihnen füllen! 7Unsere Feinde spotten über unsere Ohnmacht, sie streiten sich schon über unser Land. 8Allmächtiger Gott, richte uns, dein Volk, wieder auf! Blicke uns freundlich an, dann sind wir gerettet! 9In Ägypten grubst du den Weinstock Israel aus; du pflanztest ihn ein in einem Land, aus dem du fremde Völker verjagt hattest. 10Für ihn hast du den Boden gerodet, so dass er Wurzeln schlagen konnte und sich im ganzen Land ausbreitete. 11Mit seinem Schatten bedeckte er das Gebirge, er wuchs höher als die gewaltigsten Zedern. 12Seine Ranken erstreckten sich bis zum Mittelmeer, und bis an den Euphrat gelangten seine Zweige. 13Warum nur hast du die schützende Mauer niedergerissen? Jetzt kann jeder, der vorüberkommt, ihn plündern! 14Die Wildschweine aus dem Wald verwüsten ihn, die wilden Tiere fressen ihn kahl. 15Allmächtiger Gott, wende dich uns wieder zu! Schau vom Himmel herab und rette dein Volk! Kümmere dich um diesen Weinstock, 16den du selbst gepflanzt hast; sorge für den jungen Spross, den du hast aufwachsen lassen! 17Unsere Feinde haben ihn abgehauen und ins Feuer geworfen; doch wenn du ihnen entgegentrittst, kommen sie um. 18Beschütze den König, den du erwählt hast, den Mann, der durch dich erst stark wurde! 19Dann wollen wir nie mehr von dir weichen. Erhalte uns am Leben, dann wollen wir dich loben. 20Du allmächtiger HERR und Gott – richte uns, dein Volk, wieder auf! Blicke uns freundlich an, dann sind wir gerettet!

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Dieser Psalm ist ein Schrei zu Gott, seinem Volk Gnade zu erweisen.

Israel wurde von seinen umliegenden Völkern verhöhnt und litt darunter, dass es Gott untreu war.

Findest du dich manchmal in diesen Worten wieder?

Dann möchte ich dir Folgendes mitgeben, das ich auch für mich selbst aus diesem Psalm mitnehme:

Gott ist uns nie fern. Manchmal fühlt es sich zwar so an, doch das ist nicht der Fall. Das Volk Israel hat in seiner Geschichte viele Dinge getan, die nicht Gottes Willen entsprochen haben. Auch bei uns passiert das, eigentlich täglich.

Es kann sein, dass eine nicht bekannte Schuld im Raum steht, die dich davon abhalten möchte, vor den Thron Gottes zu kommen.

Manchmal empfinden wir diese Distanz aber auch, ohne eine erkennbare Ursache nennen zu können. Der Psalm liefert uns die Lösung:

In den Versen 16 und 18 ist die Rede vom "Sohn" oder auch "Sohn des Menschen". Damit ist einerseits das Volk Israel gemeint, doch gleichzeitig sind diese Worte eine Vorschattung auf den echten, den wahren und einzigen Sohn Gottes: Jesus Christus.

Ich möchte dich ermutigen: Richte deinen Blick auf das Kreuz, wenn du dich Gott nicht nahe fühlst. Der Blick auf das Kreuz überführt uns und stärkt uns, denn es zeigt uns, wie groß und unendlich Gottes Gnade und Liebe für uns sind. Und das jeden Tag neu!