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Gott weiß, wie es ist

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Matthäus

Kapitel 21, Vers 28–​32

Das Gleichnis von den beiden Söhnen

28»Was sagt ihr dazu: Ein Mann hatte zwei Söhne. Er bat den ersten: ›Mein Sohn, arbeite heute in unserem Weinberg!‹ 29›Ich will aber nicht!‹, entgegnete dieser. Später tat es ihm leid, und er ging doch an die Arbeit. 30Auch den zweiten Sohn forderte der Vater auf, im Weinberg zu arbeiten. ›Ja, Herr‹, antwortete der. Doch er ging nicht hin. 31Wer von den beiden Söhnen hat nun getan, was der Vater wollte?« Sie antworteten: »Der erste natürlich!« Da sagte Jesus: »Ich versichere euch: Die betrügerischen Zolleinnehmer und die Huren kommen eher in Gottes Reich als ihr. 32Johannes der Täufer kam zu euch und zeigte, was Gottes Wille ist. Aber ihr habt ihm keinen Glauben geschenkt. Die Zolleinnehmer und Huren dagegen folgten seinem Ruf. Und obwohl ihr das gesehen habt, kamt ihr nicht zur Besinnung und wolltet immer noch nicht auf ihn hören.«

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Vielleicht ist dir dieses Gleichnis von den beiden Söhnen, die im Weinberg ihres Vaters arbeiten sollen, auch schon mal begegnet. Nicht sofort begreift man vielleicht den Sinn dahinter. Daher hier einmal eine kleine Erklärung, die Aufschluss geben wird:

Der Vater steht in der Bibel stets für Gott selbst als unser liebender Vater. Der Weinberg steht für das Reich Gottes. Die beiden Söhne stellen verschiedene Gruppen von Menschen dar: Der erste Sohn möchte zwar nicht sofort Jesus nachfolgen, entschließt sich später aber doch dazu. Der zweite Sohn sagt zwar sofort, dass er Jesus nachfolgen möchte, tut es dann aber doch nicht.

Jesus macht mit diesem Gleichnis deutlich: Eure Worte zählen nicht so viel wie eure Taten. Es geht Jesus nicht um hochgeschwungene religiöse Aussagen (wie sie die Pharisäer zur Zeit Jesus gern um sich warfen), sondern um echte Nachfolge mit all ihren Höhen und Tiefen. Es geht darum, das eigene Leben tatsächlich mit Jesus zu leben und nicht nur davon zu sprechen.

Das bedeutet gleichzeitig: Nur weil ich nach außen vermittle, scheinbar ein "toller" Christ zu sein, bin ich es in Gottes Augen nicht unbedingt. Und wenn bei dir nicht alles nach einem "perfekten" Leben als Christ aussieht, deine Herzenshaltung aber stimmt, auch dann sieht Gott in dein Herz und weiß, dass du ihm eigentlich gern nachfolgen möchtest.