Psalm
Kapitel 73, Vers 1–15
Wie geht es den Menschen ohne Gott?
1Ein Lied von Asaf. Gott ist gut zu Israel, zu allen, die ein reines Herz haben. Das kann niemand bestreiten! 2Ich aber wäre beinahe gestrauchelt; es fehlte nicht viel, und ich wäre zu Fall gekommen. 3Denn ich beneidete die überheblichen Menschen: Ihnen geht es so gut, obwohl Gott ihnen gleichgültig ist. 4Ihr Leben lang haben sie keine Schmerzen, sie strotzen vor Gesundheit und Kraft. 5Sie müssen sich nicht abplagen wie andere Menschen, und die täglichen Sorgen sind ihnen ganz und gar fremd. 6Wie ein Schmuckstück tragen sie ihren Stolz zur Schau, ja, sie prahlen sogar mit ihren Gewalttaten. 7In ihren feisten Gesichtern spiegelt sich die Bosheit ihres Herzens wider. 8Mit Verachtung schauen sie auf andere herab und verhöhnen sie, mit zynischen Worten setzen sie jeden unter Druck. 9Sie tun, als kämen ihre Worte vom Himmel; sie meinen, ihre Sprüche seien für die ganze Menschheit wichtig. 10Darum läuft sogar Gottes Volk ihnen nach, gierig saugt es ihre Worte auf wie frisches Wasser. 11Denn diese eingebildeten Leute sagen: »Gott kümmert sich um nichts – wie sollte er auch? Er thront weit oben und weiß nicht, was sich hier unten abspielt!« 12Selbstsicher und sorglos leben sie in den Tag hinein, ihr Vermögen und ihre Macht werden immer größer. 13War es denn völlig umsonst, dass ich mir ein reines Gewissen bewahrte und mir nie etwas zuschulden kommen ließ? 14Jeder Tag wird mir zur Qual, eine Strafe ist er schon am frühen Morgen! 15Hätte ich mir vorgenommen: »Ich will genauso vermessen reden wie sie!«, dann hätte ich dein ganzes Volk verraten.
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Weitere Infos →In diesen Worten steckt wohl eine tiefe Wahrheit. Ich für meinen Teil kann offen und ehrlich zugeben, dass ich mir auch schon mal die Frage gestellt habe, weshalb Gott Menschen scheinbar "segnet", die offensichtlich Schlechtes tun. Du nicht auch?
Asaf, der diesen Psalm schrieb, konnte nicht begreifen, wieso Menschen Gott verachten, aber dennoch in Reichtum und Ansehen schwimmen.
"Gott, wieso tust du nichts dagegen?" Das ist die große Frage.
Weshalb Gott so handelt, wie er handelt, können wir nie vollends begreifen.
Der Psalm für heute soll uns vielmehr zeigen, dass Gott unsere menschlichen Gedanken, Zweifel und auch unseren Neid kennt und nicht ablehnt. Immerhin finden wir genau solche Worte ganz bewusst in der Bibel, in Gottes heiligem Wort! Und Gott lässt diese Gebete zu. Er kennt unsere Herzen. Er weiß, wie schwer es uns fällt zu verstehen, wieso manche Menschen immer mehr Macht und Reichtum anhäufen, obwohl sie – manchmal sehr offensichtlich – ohne Gott leben.
Wenn du gerade mit ähnlichen Gedanken kämpfst, weil vielleicht eine Person aus deinem Umfeld scheinbar alles bekommt, was du dir auch wünschst – und das, obwohl sie Gottes Gebote missachtet –, dann sei dir sicher:
Gott sieht dich. Und er hört dich. Deine Zeit wird kommen. Bleib treu an Jesus dran.
Denn selbst wenn Menschen, die nichts von Jesus wissen wollen, hier auf der Erde erfolgreich sein können, in der Ewigkeit sind sie es nicht.
Nichts von ihrem Reichtum können sie mitnehmen. Und sie müssen vor Gottes Gericht bestehen, was ohne Jesus als persönlichen Herrn und Retter laut der Bibel nicht möglich ist.
Mit Jesus Christus als deinem Gott bist du jedoch in Ewigkeit gerettet und du darfst für immer bei ihm sein.