2. Samuel
Kapitel 11, Vers 1–13
David begeht Ehebruch
1Als der Frühling kam, begann wieder die Zeit, in der die Könige ihre Feldzüge unternahmen. Auch König David ließ seine Soldaten ausrücken: Unter Joabs Führung zogen seine Offiziere mit dem ganzen Heer Israels in den Krieg gegen die Ammoniter. Sie verwüsteten das Land der Feinde und belagerten die Hauptstadt Rabba. David selbst blieb in Jerusalem. 2Eines frühen Abends stand David auf, nachdem er sich eine Weile ausgeruht hatte, und ging auf dem flachen Dach seines Palasts spazieren. Da fiel sein Blick auf eine Frau, die im Hof eines Nachbarhauses ein Bad nahm. Sie war sehr schön. 3David wollte unbedingt wissen, wer sie war, und schickte einen Diener los, der es herausfinden sollte. Man berichtete ihm: »Die Frau heißt Batseba. Sie ist eine Tochter von Eliam und verheiratet mit Uria, einem Hetiter.« 4David sandte Boten zu ihr und ließ sie holen. Batseba kam, und er schlief mit ihr. Danach kehrte sie in ihr Haus zurück. Gerade vorher hatte sie die Reinigung vorgenommen, die das Gesetz nach der monatlichen Blutung vorschreibt. 5Nach einiger Zeit merkte Batseba, dass sie schwanger war. Sie schickte einen Boten zu David, der es ihm sagen sollte. 6Kaum hatte der König das gehört, ließ er Joab melden: »Schickt sofort den Hetiter Uria zu mir!« Joab gehorchte und schickte den Mann zu David. 7Als Uria ankam, erkundigte sich David zunächst, ob es Joab und den Soldaten gut gehe und wie weit die Belagerung der Stadt schon vorangeschritten sei. 8Schließlich forderte er Uria auf: »Geh nun nach Hause zu deiner Frau, bade dich und ruh dich aus!« Uria war noch nicht weit gekommen, als ihn ein Diener einholte und ihm ein Geschenk des Königs überreichte. 9Doch Uria ging nicht nach Hause, sondern zur königlichen Leibwache am Tor des Palasts. Dort übernachtete er. 10David hörte davon und ließ Uria gleich am nächsten Morgen zu sich rufen. »Warum hast du nicht zu Hause bei deiner Frau übernachtet?«, fragte er ihn. »Du warst doch jetzt so lange von ihr getrennt!« 11Uria antwortete: »Die Bundeslade steht nur in einem Zelt, und auch die Soldaten Israels und Judas müssen mit Zelten auskommen. Selbst der Heerführer Joab und seine Offiziere übernachten auf offenem Feld am Boden. Und da sollte ich nach Hause gehen, essen, trinken und mit meiner Frau schlafen? So wahr du, mein Herr, lebst: Niemals könnte ich so etwas tun!« 12David bat ihn: »Bleib heute noch hier, Uria. Morgen lasse ich dich dann wieder ziehen.« So blieb Uria noch in Jerusalem. 13Am Abend lud David ihn zum Essen ein und machte ihn völlig betrunken. Doch auch diesmal ging Uria nicht nach Hause, sondern schlief wieder bei der Leibwache am Palast.
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Weitere Infos →König David hatte Zeit und Ruhe. Und da passierte es: David erblickte eine schöne Frau, ließ sich in Versuchung bringen und schlief mit ihr. Diese Frau war allerdings bereits verheiratet. David schlief mit der Frau eines anderen, im biblischen Kontext ist das Ehebruch und damit eine Sünde vor Gott.
Die Bibel verschweigt uns nicht, dass wir Menschen gern Dinge ändern würden, aber es aus eigener Kraft nicht schaffen. Wir sind im wahrsten Sinne in einem Teufelskreis der Sünde gefangen. Mehr zum Thema Sünde findest du in diesem Blogbeitrag hier in der Mediathek unserer App unter dem Titel: "Ansprechbar: Sind Christen noch Sünder?". Mitunter landen wir auch in Süchten, auch in sexuellen wie die Sucht nach Pornografie. Ich glaube, wenn wir Christen alle ehrlich wären: Jeder könnte sich in David wiederfinden. Setze du doch mal diejenige Versuchung deines Lebens in Davids Geschichte ein, die dir am meisten zu schaffen macht …
Als Kind Gottes vergibt Gott dir alle deine vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Sünden. Er mag um deine Sünden wissen, doch er denkt nicht mehr an sie. Denn für ihn zählt, dass du durch deinen Glauben an ihn ein Heiliger geworden bist! (Vgl. Hebräer 8:12) Gott bleibt an diesem Punkt jedoch nicht mit dir stehen. Gott möchte dich von Abhängigkeiten befreien, dein Herz verändern, auch schon zu deinen Lebzeiten. Die Bibel nennt diesen Prozess: Heiligung. (Vgl. Galater 5)