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Impuls

Keine Wegwerfgesellschaft

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Markus

Kapitel 10, Vers 1–​12

DIE FRAGE NACH DER EHESCHEIDUNG

1Dann zog Jesus von Kapernaum in das Gebiet von Judäa östlich des Jordan. Wieder strömten die Menschen zusammen, und wie immer lehrte er sie. 2Da kamen einige Pharisäer zu Jesus, weil sie ihm eine Falle stellen wollten. Sie fragten ihn: »Darf sich ein Mann von seiner Frau scheiden lassen?« 3Jesus fragte zurück: »Was hat Mose denn im Gesetz vorgeschrieben?« 4Sie antworteten: »Mose hat erlaubt, dass ein Mann seiner Frau eine Scheidungsurkunde schreiben und sie dann wegschicken kann.« 5Jesus entgegnete: »Das war nur ein Zugeständnis an euer hartes Herz. 6Aber Gott hat die Menschen von Anfang an als Mann und Frau geschaffen. 7›Darum verlässt ein Mann seine Eltern und verbindet sich so eng mit seiner Frau, 8dass die beiden eins sind mit Leib und Seele.‹ Sie sind also eins und nicht länger zwei voneinander getrennte Menschen. 9Und was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.« 10Als sie wieder im Haus waren, wollten seine Jünger noch mehr darüber hören. 11Jesus sagte ihnen: »Wer sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch seiner ersten Frau gegenüber. 12Auch eine Frau bricht die Ehe, wenn sie sich von ihrem Mann trennt und einen anderen heiratet.«

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Zugegebenermaßen: Die damaligen Gesetze unterscheiden sich stark von den heutigen. Und es ist eine Diskussion für sich, ob solche Gesetze zur Ehescheidung auch noch heute für Christen gelten sollten oder nicht. In der Kürze dieses Impulses können und wollen wir darauf nicht eingehen, doch eine Sache sticht klar und deutlich hervor: Für Jesus, für Gott selbst, ist die Ehe ein absolut heiliger Bund, welcher auf gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Liebe beruht, und deshalb weder leichtfertig eingegangen, noch beendet werden sollte.

Das Gesetz des Mose gab dem Mann viel mehr Freiheiten als der Frau. Nur der Mann durfte sich scheiden lassen (vgl. V. 4). Doch Jesus setzt für die damalige Zeit einen neuen Ansatz: Frau und Mann haben die gleichen Rechte und Pflichten, was eine Scheidung betrifft (vgl. V. 11+12). Der Herzschlag Gottes in all dem ist und bleibt, dass eine Ehe hält und bestehen bleibt! So, wie wir es uns doch eigentlich auch wünschen, oder? Wie schlimm wäre es, wenn Gott für Scheidung wäre? Wäre das ein Gott, der uns wirklich liebt?! Der am Wohl unserer Herzen interessiert ist?! Oder ist es nicht viel schöner, wenn wir wissen dürfen, dass Gott möchte, dass du und ich in gesunden und heilsamen Beziehungen leben? In Beziehungen, die auch durch schwere Zeiten hindurch tragen? Auf die Spitze getrieben: Gottes Wunsch ist keine Wegwerfgesellschaft, sondern eine Gesellschaft, die an sich arbeitet und zur Liebe bereit ist.