STAYONFIRE

Impuls

Kontrovers

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

Apostelgeschichte

Kapitel 19, Vers 1–​12

PAULUS IN EPHESUS

1Während Apollos in Korinth war, reiste Paulus durch das kleinasiatische Hochland und kam nach Ephesus. Dort traf er einige Jünger. 2Er fragte sie: »Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr begonnen habt zu glauben?« – »Nein«, erwiderten sie, »wir haben noch nicht einmal gehört, dass der Heilige Geist schon gekommen ist.« 3»Welche Taufe habt ihr denn empfangen?«, wollte Paulus jetzt wissen. »Die Taufe von Johannes«, war die Antwort. 4Da erklärte Paulus: »Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte damit, dass er zu Gott umkehren will. Johannes hat aber immer gesagt, dass man an den glauben muss, der nach ihm kommt, nämlich an Jesus.« 5Nachdem sie das gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen. 6Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie. Sie beteten in fremden Sprachen und redeten, was Gott ihnen eingab. 7Es waren etwa zwölf Männer. 8Paulus ging darauf in die Synagoge. Drei Monate lang predigte er dort unerschrocken von Gottes Reich und versuchte, viele Menschen zu überzeugen. 9Es gab aber auch einige, die sich ablehnend verhielten und sich immer mehr verschlossen. Diese spotteten in aller Öffentlichkeit über die rettende Botschaft. Da trennte sich Paulus von ihnen und verließ mit den anderen Christen die Synagoge. Von nun an predigte er täglich im Lehrsaal eines Mannes, der Tyrannus hieß. 10Das tat er zwei Jahre lang, so dass alle in der Provinz Asia, Juden wie Nichtjuden, die Botschaft des Herrn hörten. 11Gott ließ durch Paulus ganz erstaunliche Wunder geschehen. 12Die Leute legten sogar Tücher, mit denen Paulus sich den Schweiß abgewischt hatte, und Kleidungsstücke von ihm auf die Kranken. Dadurch wurden sie gesund, und die Dämonen verließen sie.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Ich kenne deinen christlichen Background nicht, doch wenn du von der sogenannten Geistestaufe (als zweite notwendige Erfahrung nach der Wiedergeburt) überzeugt bist, dann hast du mit dieser Bibelstelle tolles Futter gefunden. Vielleicht hast du den ersten Satz aber auch zweimal gelesen und fragst dich gerade: „WHAT? - Geistestaufe, was ist das?!“ Nun, es gibt zahlreiche Christen, die davon ausgehen, dass man nach der Wiedergeburt noch nicht zwangsläufig alles hat, was man braucht (insbesondere, um Menschen vom Evangelium zu erzählen). Dafür braucht es eine zweite Erfahrung: Die Geistestaufe - eine vollständige Erfüllung mit dem Heiligen Geist (bzw. der Kraft Gottes), um unerschrocken in der Welt von Jesus erzählen zu können. In dieser konkreten Bibelstelle lesen wir ebenso davon, dass sich die Jünger für Jesus entschieden, taufen ließen und erst danach der Heilige Geist auf sie kam: „Nachdem sie das gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen. Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie.“ (V. 5 + 6)

Unabhängig davon, ob du ein Verfechter der Geistestaufe bist oder nicht, möchte ich dir ein paar Impulse zu diesem Thema mitgeben:

  1. Beachte immer, dass die Apostelgeschichte von konkreten Situationen mit individuellen Umständen erzählt.

  2. Baue nicht aus einzelnen Erfahrungen (selbst wenn sie aus der Apostelgeschichte kommen) ganze Theologien auf.

  3. Das Neue Testament bezeugt im großen Ganzen eine Wiedergeburt, die durch den Heiligen Geist angestoßen (eigene Sündenerkenntnis) und ebenso durch den Heiligen Geist Wirklichkeit wird (neuer Mensch).

  4. Der Heilige Geist kann in uns leben und dennoch wenig Raum in unserem Leben besitzen.

  5. Gott ist kreativ genug, um mit jedem Christen seine eigene Geschichte zu schreiben. Weder er muss deine Geschichte kopieren, noch musst du mit deinem Leben die Geschichte eines Anderen kopieren.

  6. Der Heilige Geist erfüllt dich nicht durch Methodik, sondern durch ein bereitwilliges Herz.

P.S.: Ich komme ursprünglich aus einer Brüdergemeinde, habe im Pfingstbund Theologie studiert und bin aktuell angehender Pastor einer Baptistengemeinde. Ich habe keine spektakuläre Geistestaufe erlebt und bin dennoch vom Heiligen Geist erfüllt. Halleluja!