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Impuls

Performance oder Beziehung?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Lukas

Kapitel 23, Vers 6–​12

VERHÖR VOR HERODES

6»Ist der Mann denn aus Galiläa?«, wollte Pilatus nun wissen. 7Als er von ihnen bestätigt bekam, dass Jesus tatsächlich aus Galiläa, dem Herrschaftsgebiet von König Herodes, stammte, schickte Pilatus ihn zu Herodes, der sich während des Passahfestes auch in Jerusalem aufhielt. 8Herodes war sehr erfreut, Jesus zu sehen. Er wollte ihn schon lange kennen lernen. Denn er hatte viel von ihm gehört und hoffte, Jesus würde ihm ein Wunder vorführen. 9Der König stellte Frage um Frage, aber Jesus gab ihm keine einzige Antwort. 10Umso mehr redeten die obersten Priester und die Schriftgelehrten, die mitgekommen waren und ihn immer heftiger beschuldigten. 11Auch Herodes und seine Soldaten ließen Jesus ihre Verachtung spüren und trieben ihren Spott mit ihm. Sie hängten ihm ein prächtiges Gewand als Königsmantel um und schickten ihn wieder zu Pilatus. 12Herodes und Pilatus waren vorher miteinander verfeindet gewesen. Aber an diesem Tag wurden sie Freunde.

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König Herodes will ein Wunder sehen. Immerhin schaut Jesus Christus bei ihm vorbei. Auch wenn die ganze Situation natürlich total aufgeladen ist (immerhin wird Jesus beschuldigt, Gotteslästerung zu betreiben, und Herodes soll sich ein Urteil darüber bilden) – Herodes möchte, dass Jesus für ihn funktioniert. Die Wunder-Vorführung bleibt aus. Und Jesus erntet nichts als Verachtung und Demütigung von König Herodes und seiner Gefolgschaft ...

Wie oft lehnen Menschen auch heute noch Jesus als Gott ab, weil er für sie nicht so performt, wie sie es sich wünschen? Ein Gebet, und das Wunder soll geschehen! Und klar, Gott, Jesus Christus, hat alle Macht dazu und tut weltweit bis heute Wunder. Doch Gott ist eben nicht wie ein Kaugummiautomat! Und er wird es auch nie sein. Wer diesen Jesus Christus wirklich kennenlernen will – den Frieden, die Liebe und die Erlösung, die er schenkt –, der wird den längeren Weg gehen müssen, sich nämlich in eine Glaubensbeziehung zu Jesus investieren. Mit ihm im Gebet sprechen. Die Bibel lesen. Predigten über ihn hören. Und vor allem: Eine Entscheidung für ein Leben mit ihm als Gott treffen. Die eigenen Sünden zugeben und Gottes Gnade für sich annehmen. Im Glauben an den Gott der Bibel geht es nicht um die krasse Performance, sondern es handelt sich um eine tiefe Glaubensbeziehung zu diesem dreieinigen Gott.