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Impuls

Warum Heilt Gott?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

Apostelgeschichte

Kapitel 3, Vers 1–​11

WUNDER AN EINEM GELÄHMTEN

1An einem Nachmittag gegen drei Uhr gingen Petrus und Johannes zum Tempel. Sie wollten dort am öffentlichen Gebet teilnehmen. 2Zur selben Zeit brachte man einen Mann, der von Geburt an gelähmt war, und setzte ihn an eine der Tempeltüren, an das sogenannte Schöne Tor. Er wurde jeden Tag dorthin getragen, damit er die Leute, die in den Tempel gingen, um Almosen anbetteln konnte. 3Als Petrus und Johannes den Tempel betreten wollten, bat er auch sie um Geld. 4Sie blieben stehen, richteten den Blick auf ihn, und Petrus sagte: »Schau uns an!« 5Erwartungsvoll sah der Mann auf: Würde er etwas von ihnen bekommen? 6Doch Petrus sagte: »Geld habe ich nicht. Aber was ich habe, will ich dir geben. Im Namen von Jesus Christus aus Nazareth: Steh auf und geh!« 7Dabei fasste er den Gelähmten an der rechten Hand und richtete ihn auf. In demselben Augenblick konnte der Mann Füße und Gelenke gebrauchen. 8Er sprang auf und konnte sicher stehen, lief einige Schritte hin und her und ging dann mit Petrus und Johannes in den Tempel. Außer sich vor Freude rannte er umher, sprang in die Luft und lobte Gott. 9So sahen ihn die anderen Tempelbesucher. 10Sie erkannten, dass es der Bettler war, der immer an dem Schönen Tor des Tempels gesessen hatte. Fassungslos und voller Staunen starrten sie den Geheilten an. Wieso konnte er jetzt laufen? 11Alle drängten aufgeregt in die Halle Salomos. Dort umringten sie Petrus, Johannes und den Geheilten, der nicht von der Seite der Apostel wich.

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Den heutigen Impuls möchte ich gerne mit dieser Frage starten: Wozu dient es, dass Gott jemanden heilt? Erste spontane Antworten auf diese Frage sind vielleicht folgende: „Gott heilt einen Menschen, um ihn persönlich von seinem Leiden zu befreien, denn Gott möchte nicht, dass wir leiden.“ oder „Gott heilt uns, weil er uns liebt.“ Und ja, ich glaube, beide Antworten stimmen auf jeden Fall und passen mit dem biblischen Gottesbild überein! Doch der Bibelabschnitt für heute zeigt ziemlich deutlich, dass es noch mehr Antworten auf diese Frage gibt ...

Also: Ein Gelähmter wird durch die Kraft Gottes geheilt wird und kann auf einmal wieder laufen. Das Wunder der Heilung ist geschehen! Doch was passiert dann? „Außer sich vor Freude rannte er umher, sprang in die Luft und lobte Gott.“ (V. 8b) Der geheilte Mann machte dadurch ziemlich aufmerksam auf sich, aber vor allem richtete er den Fokus der Menschen um ihn herum auf Gott. Denn er gab Gott direkt nach seiner Heilung die Ehre! Er rief vielleicht Dinge wie: „Gott, du bist so groß! Jesus, ich liebe dich! Du bist wirklich real!“ Und dabei gab er seiner erfüllenden Freude durch Umherlaufen und Springen Ausdruck! „So sahen ihn die anderen Tempelbesucher. Sie erkannten, dass es der Bettler war, der immer an dem Schönen Tor des Tempels gesessen hatte. Fassungslos und voller Staunen starrten sie den Geheilten an. Wieso konnte er jetzt laufen? Alle drängten aufgeregt in die Halle Salomos. Dort umringten sie Petrus, Johannes und den Geheilten, der nicht von der Seite der Apostel wich.“ (V. 9-11) Die Geschichte der Heilung des Gelähmten endet also nicht einfach „nur“ mit der Heilung des Mannes, sondern Gott schreibt die Geschichte weiter. Durch das Wunder interessieren sich auf einmal noch viel mehr Menschen für die Kraft Gottes, die Jesus vielleicht noch gar nicht gekannt hatten oder bislang nichts von ihm wissen wollten! Also: Gott wirkt Wunder, weil er uns liebt und deshalb auch nicht leiden sehen will! Aber ein Wunder dient ebenfalls immer dazu, dass Gott die Ehre bekommt! Nicht der Geheilte oder die Person, durch die Gott das Wunder bewirkt hat, sind zu bewundern - sondern allein Gott ist unsere Bewunderung wert! Und ein Heilungswunder ist immer ein Zeugnis von Gottes Kraft und damit ein wunderbares Mittel, um wiederum andere Menschen mit der Liebe Gottes bekannt zu machen.