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Was Denkst Du?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Römer

Kapitel 2, Vers 1–​16

ES BETRIFFT UNS ALLE

1Aber auch ihr anderen – wer immer ihr seid – könnt euch nicht herausreden. Ihr spielt euch als Richter über alle auf, die Unrecht begehen, und sprecht euch damit euer eigenes Urteil. Denn ihr klagt bei anderen an, was ihr selbst tut. 2Wir wissen, dass Gott über alle, die so handeln, ein gerechtes Urteil fällen wird. 3Meint ihr etwa, ihr könntet dem Gericht Gottes entgehen, wo ihr doch genauso wie die handelt, die ihr verurteilt? 4Ist euch Gottes unendlich reiche Güte, Geduld und Treue denn so wenig wert? Seht ihr denn nicht, dass gerade diese Güte euch zur Umkehr bewegen will? 5Ihr aber weigert euch hartnäckig, zu Gott zu kommen und euer Leben zu ändern. Es ist allein eure Schuld, wenn Gottes Zorn auf euch immer größer wird und euch schließlich am Tag des Gerichts mit ganzer Härte trifft. Wenn Gott sich als der gerechte Richter zeigt, 6wird jeder bekommen, was er verdient hat: 7Ewiges Leben wird er denen geben, die mit Ausdauer Gutes tun und alles daransetzen, an Gottes unvergänglicher Herrlichkeit und Ehre teilzuhaben. 8Gottes unversöhnlicher Zorn aber wird die treffen, die aus Selbstsucht Gottes Wahrheit leugnen, sich ihr widersetzen und dafür dem Unrecht gehorchen. 9Angst und Not werden über alle kommen, die Böses tun; zuerst über die Juden, dann aber auch über alle anderen. 10Doch jedem, der Gutes tut, wird Gott seine Herrlichkeit, Ehre und Frieden schenken, zuerst den Juden, dann auch allen anderen. 11Denn Gott bevorzugt oder benachteiligt niemanden. 12Wer also Gottes Willen nicht beachtet und gegen seine Gebote handelt, wird sein Leben auf ewig verlieren, auch wenn er Gottes geschriebenes Gesetz gar nicht kannte. Und wer das Gesetz sehr wohl kannte und dennoch dagegen verstieß, wird von Gott nach dem Gesetz gerichtet werden. 13Um vor Gott bestehen zu können, ist es nämlich nicht entscheidend, ob man seine Gebote kennt oder nicht. Nur wenn man auch nach ihnen handelt, wird man von Gott angenommen. 14Obwohl die anderen Völker Gottes Gesetz nicht haben, gibt es unter ihnen doch Menschen, die von sich aus danach leben. Daran zeigt sich, dass sie Gottes Gebote in sich tragen, auch wenn sie diese gar nicht kennen. 15Durch ihr Handeln beweisen sie, dass die Forderungen des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben sind. Das wird ihnen durch ihr Gewissen und auch durch ihre Gedanken bestätigt, die sie entweder anklagen oder freisprechen. 16All dies ist den Menschen jetzt noch verborgen, aber es wird einmal sichtbar und offenkundig werden, und zwar an dem Tag, an dem Gott durch Jesus Christus die Menschen richten wird. So bezeugt es die rettende Botschaft, die ich verkünde.

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Eines stellt Paulus eindeutig heraus: Nur Gott hat das Recht, über andere Menschen zu urteilen. Er ist der Richter über Leben und Tod in Ewigkeit! Besonders bemerkenswert finde ich an dieser Stelle den Vers 4: „Ist euch Gottes unendlich reiche Güte, Geduld und Treue denn so wenig wert? Seht ihr denn nicht, dass gerade diese Güte euch zur Umkehr bewegen will?“ Es ist nicht Gottes Zorn oder die Angst vor Gott, die Menschen zur Umkehr zu ihm bewegen sollte, sondern es ist seine Güte! Wie krass ist unser Gott! Ich meine, er ist der Richter, der am Ende über ewiges Leben und ewigen Tod entscheidet, wie Paulus es hier in den Versen ausführt. Aber Gott ist als unser Richter ebenso voller Güte, Geduld und Treue. Und genau dieses Herz Gottes sollte jeden Menschen zur Umkehr bewegen - nicht seine Macht.

Wie sieht es mit meinem „Gottesbild“ aus? Denke ich über Gott als den strengen, vielleicht sogar unbarmherzigen Richter nach? Oder sehe ich seine Güte, Geduld und Treue mit mir? Je nachdem, wie ich über ihn denke, wird auch meine Reaktion auf sein Angebot ausfallen, mit ihm gemeinsam mein Leben zu gestalten. Je nachdem, wie mein Gottesbild aussieht, werde ich entweder wütend auf ihn werden, in völliger Angst vor ihm stehen, oder aber ich vertraue ihm mein Leben wirklich voll und ganz an. Ich selbst möchte für mich die Entscheidung treffen, dem Gott voller Güte, Geduld und Treue mein Leben anzuvertrauen. Denn diese Charaktereigenschaften von Gott versprechen uns, dass er seine Güte, Geduld und Treue in unser eigenes Leben bringen will - und darüber hinaus! Welche Entscheidung triffst du?