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Impuls

Was Ist Dein Ziel?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

1. Korinther

Kapitel 9, Vers 1–​18

VERZICHT AUS LIEBE

1Wie halte ich es denn selbst in solchen Dingen? Bin ich nicht ein freier Mann? Habe ich nicht unseren Herrn Jesus mit eigenen Augen gesehen? Hat er mich denn nicht zu seinem Apostel berufen? Dass ihr Christen geworden seid, zeigt deutlich, dass ich für den Herrn gearbeitet habe. 2Mögen die anderen auch behaupten, ich sei kein Apostel von Christus, ihr könnt das nicht sagen! Denn ihr habt zum Glauben an Jesus Christus gefunden, und das ist die Bestätigung für meinen Dienst. 3Denen, die meine Vollmacht in Frage stellen, habe ich dies zu sagen: 4Hätten meine Mitarbeiter und ich nicht das Recht, uns auf Kosten der Gemeinde versorgen zu lassen? 5Dürften nicht auch wir eine Ehefrau mit auf die Reise nehmen, wie es die anderen Apostel tun, die Brüder des Herrn und auch Petrus? 6Müssen etwa nur Barnabas und ich unseren Lebensunterhalt selbst verdienen? 7Wo zahlt je ein Soldat seinen eigenen Sold, und wer würde einen Weinberg anlegen, ohne die Trauben auch zu ernten? Oder welcher Hirte würde nicht von der Milch seiner Tiere trinken? 8Das ist nicht nur allgemein so üblich, das schreibt auch das Gesetz von Mose vor. 9Dort heißt es doch: »Wenn ihr mit einem Ochsen Getreide drescht, dann bindet ihm nicht das Maul zu!« Hat Gott dies etwa angeordnet, weil er sich um die Ochsen sorgt? 10Ohne Frage dachte er dabei an uns! Denn wir sind gemeint, wenn es dort heißt, dass alle, die pflügen und das Getreide dreschen, ihren Anteil an der Ernte erwarten dürfen. 11Wir haben unter euch die geistliche Saat ausgesät – die Botschaft von Jesus Christus. Wäre es da wirklich zu viel verlangt, wenn wir dafür auch etwas ernten dürften, indem ihr uns nämlich mit dem versorgt, was wir zum Leben brauchen? 12Ihr unterstützt doch auch noch andere Prediger, und das ist richtig so. Aber hätten wir nicht ein größeres Anrecht darauf? Dennoch haben wir von diesem Recht nie Gebrauch gemacht. Wir haben auf alle Ansprüche verzichtet, um der Botschaft von Jesus Christus keine Steine in den Weg zu legen. 13Ihr wisst doch genau, dass alle, die im Tempel Dienst tun, etwas von den Einkünften des Tempels bekommen. Und wer am Altar den Opferdienst übernimmt, erhält auch einen Teil von den Opfergaben. 14Ebenso hat der Herr angeordnet: Wer die rettende Botschaft verkündet, soll von diesem Dienst auch leben können. 15Trotzdem habe ich darauf verzichtet und nichts von alledem verlangt. Ich schreibe das nicht, weil ich in Zukunft etwas von euch haben möchte. Lieber würde ich verhungern, als dass ich mir meinen Grund, mich zu rühmen, von irgendjemand nehmen ließe. 16Dass ich die rettende Botschaft verkünde, ist allerdings kein Anlass, mich zu loben; ich muss es tun! Dieser Aufgabe kann ich mich unmöglich entziehen. Sonst würde Gottes Strafe mich treffen. 17Hätte ich die Aufgabe freiwillig übernommen, so könnte ich dafür Lohn beanspruchen. Doch Gott hat mich dazu beauftragt, ich habe keine andere Wahl. 18Habe ich dann überhaupt einen Lohn zu erwarten? Ja! Er besteht darin, dass ich jedem die Botschaft von Jesus verkünde, und zwar ohne Bezahlung und ohne auf meine Rechte zu pochen.

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Der Apostel Paulus erlebt Anfeindungen innerhalb der Gemeinde in Korinth. Die Menschen wollen Paulus absprechen, dass er tatsächlich ein Botschafter Gottes ist. Dies mag wohl größtenteils daran liegen, dass ihnen seine klaren und deutlichen Worte nicht passen. Doch Paulus weiß ganz genau, wer ihn berufen hat: Gott selbst. Als eindeutigen Beweis dafür erläutert er den Korinthern, wie er auf seinen wohlverdienten Lohn für die Arbeit verzichtet. Er verlangt kein Geld für seinen Dienst in der Gemeinde. Obwohl dieses Gehalt ihm eigentlich zustehen würde. Paulus weiß, worauf es am Ende wirklich ankommt: "Hätte ich die Aufgabe freiwillig übernommen, so könnte ich dafür Lohn beanspruchen. Doch Gott hat mich dazu beauftragt, ich habe keine andere Wahl." (V. 17)

Mal eine ehrliche Frage an unsere Herzen: Warum machen wir einen Dienst in der Gemeinde? Warum arbeiten wir in dem Job, den wir gerade ausführen? Warum jagen wir einer Berufung nach? Warum arbeiten wir hart für die Träume, die in unseren Herzen sind? Ist das Ziel am Ende unser Erfolg, Ansehen und Geld? Oder lässt du dein Herz tatsächlich von Gott verändern, es mit seinen Träumen und seiner Berufung für dein Leben füllen und hast du als letztendlich größtes Ziel SEINE Ehre und nicht deine? Ich weiß, das ist eine harte Frage. Aber am Ende ist es heilsam, solch einen Selbstcheck durchzuführen. Denn am Ende des Lebens will wohl keiner von uns feststellen, dass wir leeren Zielen hinterhergelaufen sind und unser Leben vergeudet haben.