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Impuls

Wie Berufung gelingt

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Nehemia

Kapitel 2, Vers 1–​10

Nehemia reist nach Jerusalem

1Vier Monate waren seither vergangen. Eines Tages, als ich König Artaxerxes beim Essen Wein einschenkte und ihm den Becher reichte, fiel ihm auf, dass ich traurig aussah. Das war der König bei mir nicht gewohnt, 2darum fragte er mich: »Warum siehst du so bedrückt aus? Du bist doch nicht etwa krank? Nein, irgendetwas belastet dich!« Ich erschrak heftig 3und antwortete: »Lang lebe der König! Wie könnte ich fröhlich sein, wenn die Stadt, in der meine Vorfahren begraben sind, zerstört ist und ihre Tore in Schutt und Asche liegen?« 4Da fragte mich der König: »Worum bittest du?« Ich flehte zum Gott des Himmels, 5dann sagte ich: »Mein König! Wenn du es für richtig hältst und wenn du mir vertraust, dann sende mich nach Juda in die Stadt, in der meine Vorfahren begraben liegen. Ich möchte sie wieder aufbauen.« 6Der König, neben dem die Königin saß, fragte mich: »Wie lange soll deine Reise dauern? Wann bist du wieder zurück?« Als ich ihm einen Zeitpunkt nannte, stimmte er zu. 7Dann bat ich ihn: »Mein König, wenn du möchtest, so gib mir bitte Briefe an die Provinzstatthalter westlich des Euphrat mit, damit sie mir die Durchreise nach Juda gestatten. 8Außerdem bitte ich dich um ein Schreiben an Asaf, den Verwalter der königlichen Wälder, denn ich brauche Holz für die Torbalken der Burg am Tempel, für die Stadtmauer und für das Haus, in dem ich wohnen werde.« Der König gab mir die Briefe, denn Gott stand mir bei. 9Dann befahl Artaxerxes, dass eine Leibgarde von Offizieren und Soldaten mich begleiten sollte. So kam ich zu den Provinzstatthaltern westlich des Euphrat und übergab ihnen die Briefe des Königs. 10Der Statthalter Sanballat aus Bet-Horon und Tobija, sein Beauftragter für die Provinz Ammon, wurden zornig, als sie hörten, dass jemand den Israeliten helfen wollte.

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Heute können wir sehen, wie Gottes Berufung zu etwas oftmals geschieht. Nehemias Herz war gebrochen über die Situation seines Volkes:

"Wie könnte ich fröhlich sein, wenn die Stadt, in der meine Vorfahren begraben sind, zerstört ist und ihre Tore in Schutt und Asche liegen?" [3]

Erschütterung. Bruch des eigenen Herzens über etwas.

Und nun blieb Nehemia damit nicht allein. Er ging mit seinem Anliegen zu Gott. Er bat Gott um die nächsten Schritte, um das, worüber sein Herz gebrochen war, angehen zu können.

"Ich flehte zum Gott des Himmels, dann sagte ich: »Mein König! Wenn du es für richtig hältst und wenn du mir vertraust, dann sende mich nach Juda in die Stadt, in der meine Vorfahren begraben liegen. Ich möchte sie wieder aufbauen.«" [4-5]

Erst Gebet, dann das Handeln. Und darüber erlebte Nehemia Folgendes:

"Der König gab mir die Briefe, denn Gott stand mir bei." [9]

Gott stellte sich zu Nehemia. Und Nehemia spürte das sehr deutlich. Er fing nicht einfach an, ins Blaue hinein zu handeln, nur um alles schnellstmöglich zu erledigen. Nein, Nehemia verließ sich in allem auf Gottes Kraft. Seine Hilfe. Seinen Schutz. Und so gelingt Berufung.