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Wo Ist Denn Die Macht?!

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Identität

Apostelgeschichte

Kapitel 23, Vers 23–​35

PAULUS WIRD NACH CÄSAREA GEBRACHT

23Gleich darauf ließ der Kommandant zwei Hauptleute zu sich kommen. Ihnen gab er den Auftrag: »Stellt für heute Abend neun Uhr zweihundert Soldaten zum Marsch nach Cäsarea bereit, dazu noch siebzig Reiter und zweihundert Leichtbewaffnete. 24Kümmert euch auch um Reittiere für den Gefangenen und bringt ihn sicher zum Statthalter Felix.« 25Dann schrieb der Kommandant diesen Brief: 26»Klaudius Lysias grüßt seine Exzellenz, den Statthalter Felix. 27Diesen Mann hier hatten die Juden ergriffen. Sie wollten ihn gerade töten, als ich mit meinen Soldaten einschritt und ihn aus ihrer Gewalt befreite; denn ich hatte erfahren, dass er römischer Bürger ist. 28Weil ich wissen wollte, was er getan hat, brachte ich ihn vor ihren Hohen Rat. 29Dort stellte sich heraus, dass er nichts getan hat, wofür er die Todesstrafe verdient hätte oder wofür man ihn auch nur hätte gefangen nehmen dürfen. Es handelt sich lediglich um Streitfragen des jüdischen Gesetzes. 30Inzwischen wurde mir gemeldet, dass ein Mordanschlag gegen ihn geplant ist, und deshalb schicke ich ihn unverzüglich zu dir. Seine Kläger habe ich angewiesen, bei dir Anklage gegen ihn zu erheben.« 31Wie man es ihnen befohlen hatte, brachten die Soldaten Paulus noch in derselben Nacht bis nach Antipatris. 32Am folgenden Tag kehrten die Fußtruppen nach Jerusalem in die Festung zurück, während die Berittenen mit Paulus weiterzogen. 33In Cäsarea übergaben sie das Schreiben dem Statthalter und führten ihm den Gefangenen vor. 34Nachdem der Statthalter den Brief gelesen hatte, fragte er Paulus, aus welcher Provinz er stamme. »Aus Zilizien«, antwortete Paulus. 35»Wenn sich deine Ankläger hier eingefunden haben«, entschied nun der Statthalter, »werde ich dich zu diesem Fall anhören.« Paulus wurde auf Befehl von Felix an dessen Amtssitz, dem ehemaligen Palast von König Herodes, gefangen gehalten.

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Paulus sitzt in Gefangenschaft - weil er an Jesus glaubt und seinen Glauben nicht für sich behalten hat. Und eben dieser Jesus, Gott, setzt sich jetzt für ihn ein. Dafür gebraucht Gott die Mächte dieser Welt. Er gebrauchte den Kommandanten, die zwei Hauptleute und den Statthalter Felix, um seinen Plan schließlich durchzusetzen. Selbst die vermeintlich Mächtigen dieser Erde müssen sich am Ende dem allmächtigen Gott unterordnen. Sie können Paulus nichts mehr anhaben, wenn Gott dies nicht zulässt. Vielmehr dienen sie am Ende Paulus, weil Gott es so will!

Diese Machtkonstellation ist immer noch aktuell. Keine einzige Macht dieser Welt kann dir etwas anhaben, wenn Gott es verhindert. Auch wenn Mächte heutzutage als noch so kraftvoll erscheinen - eigentlich haben sie keine Kraft. Wir müssen uns nicht von ihnen einschüchtern lassen, sondern dürfen am Ende doch wissen, dass Gott der Sieger ist und bleibt. Das gilt für äußere Mächte wie die Staatsgewalten, aber ebenso für innere Mächte wie Emotionen der Angst, des Neides, der Trauer, der Verzweiflung, des Selbsthasses, ... Wir dürfen ihnen begegnen im Vertrauen darauf, dass Gott immer noch mächtiger ist. Wir dürfen uns auf ihn verlassen, mit ihm Zeit verbringen, im Glauben an ihn wachsen, Siege über Mächte feiern - weil Gott mit uns ist. Selbst über den so mächtig erscheinenden Tod dürfen wir sagen: "Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo bleibt nun deine Macht?" (1. Korinther 15:55), denn Jesus hat am Kreuz dem Endgegner der Mächte, dem Tod selbst, jegliche Macht genommen!