Titus
Kapitel 3, Vers 1–7
Christ in Staat und Gesellschaft
1Erinnere die Christen daran, dass sie sich den Regierenden und staatlichen Behörden unterzuordnen haben. Sie sollen die Gesetze des Staates befolgen und jederzeit bereit sein, Gutes zu tun. 2Kein Christ darf gehässig über andere reden oder gar Streit suchen. Er soll vielmehr jedem freundlich und liebevoll begegnen. 3Vergessen wir nicht: Auch wir waren früher unverständig und Gott ungehorsam. Wir gingen in die Irre und wurden von allen möglichen Wünschen und Leidenschaften beherrscht. Bosheit und Neid bestimmten unser Leben. Wir hassten andere, und andere hassten uns. 4Aber dann wurde die Güte Gottes, unseres Befreiers, und seine Liebe zu uns Menschen sichtbar. 5Er rettete uns – nicht weil wir etwas geleistet hätten, womit wir seine Liebe verdienten, sondern aus lauter Güte. In seiner Barmherzigkeit hat er uns zu neuen Menschen gemacht, durch eine neue Geburt, die wie ein reinigendes Bad ist. Das wirkte der Heilige Geist, 6den Gott uns durch unseren Retter Jesus Christus in reichem Maße geschenkt hat. 7So sind wir allein durch seine Gnade von aller Schuld befreit. Als seine Kinder und Erben dürfen wir jetzt die Hoffnung auf das ewige Leben haben.
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Weitere Infos →Ich liebe es, mit welcher Relevanz der heutige Bibelabschnitt in unsere Gegenwart spricht. Als Gesellschaft leben wir in spannenden Zeiten. Wobei "spannungsgeladen" es vielleicht sogar noch besser treffen würde. Gräben tun sich auf, die Polarisierung nimmt zu. Einige sprechen von der Spaltung der Gesellschaft. Geimpft oder ungeimpft. In all dem: Eine Politik, die zunehmend in der Kritik steht. Die Dinge werden scheinbar immer komplexer und verfahrener.
Wie gehen wir damit um? Ich glaube, dass die heutige Bibelstelle uns einen weiteren Impuls für diese Frage geben kann. Unabhängig von der persönlichen Meinung, die jeder haben darf und soll, können wir als Christen ein Statement der Liebe und Einheit setzen. Wenn schon wir in unseren Gemeinden es nicht schaffen, die Einheit und Liebe in Christus hochzuhalten, wie soll es die Gesellschaft tun, die diesen gemeinsamen Fixpunkt gar nicht erst hat?
Paulus formuliert es ziemlich deutlich: "Kein Christ darf gehässig über andere reden oder gar Streit suchen. Er soll vielmehr jedem freundlich und liebevoll begegnen." [2] Liebe und Freundlichkeit. Dinge, die uns voranbringen. In Gemeinde, aber auch in der Gesellschaft. Dies gilt ebenso für unsere Regierung. Schuldzuweisung ist einfach, in den wenigsten Fällen jedoch förderlich. Gebet ist oft schwer, doch in jedem Fall förderlich.