Wenn ich mir Sorgen mache, dann kreisen die Gedanken:
Ich sorge mich,
- … dass ich grundlos in dieser Lage bin.
- … dass etwas nicht zur richtigen Zeit passiert.
- … dass Gott meine Anliegen nicht kümmern.
Ich möchte dir drei Gegenwahrheiten nennen, um dir zu zeigen, dass auf Gott sehr wohl Verlass ist!
Alle drei finden wir exemplarisch in einer Geschichte, die Menschen mit Gott erlebt haben. (Johannes 11:1 ff.)
Die Ausgangssituation der Geschichte ist eine Ausnahmesituation. Alle machen sich furchtbare Sorgen, denn ein Freund Jesu namens Lazarus liegt im Sterben. Wichtiger Spoiler: Lazarus stirbt. Aber Jesus erweckt ihn am Ende der Geschichte wieder zum Leben. Die Sorgen waren alle umsonst.
1. Gottes eigener Name steht auf dem Spiel.
Als Jesus hört, dass sein Freund schwer krank ist, lautet seine erste Reaktion:
“Diese Krankheit führt nicht zum Tod. Sie soll vielmehr die Herrlichkeit Gottes zeigen.” (V. 4)
Was für eine Zusage von Jesus gleich zu Beginn der Geschichte! Gottes Name, also auch sein eigener Name, steht auf dem Spiel. Wenn er nicht handelt, fällt es auf ihn selbst zurück.
Wenn du mit Gott unterwegs bist, dann lebt Gott in dir. Du bist zwar nicht Gott, aber Gott gehört zu dir. Die Menschen um dich herum wissen, dass du ein Handeln von Gott erwartest – und du selbst weißt das natürlich auch. Ganz klar: Gott hat es nicht nötig, sich uns zu beweisen! Aber er macht es trotzdem gerne, weil er uns so sehr liebt.
2. Gott ist pünktlich.
“Jesus wusste also, dass Lazarus schwer krank war. Trotzdem blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er gerade war.” (V. 6)
Dass bei Gott alles seine Zeit hat, hast du vielleicht auch schon öfters gehört. Hinter diesem Satz verbirgt sich die Tatsache, dass Gott immer pünktlich ist. Nicht zu früh. Nicht zu spät. Und, dass gerade wir das aber sind: Zu früh, zu spät.
Ich wünsche mir, dass in meinem Leben die Dinge in der richtigen Reihenfolge passieren und kein Chaos entsteht. Denn Chaos bedeutet Stress und Stress bedeutet Sorgen.
Obwohl es gegen unser eigenes Denken spricht, müssen wir uns genau dann keine Sorgen machen, wenn wir den richtigen Augenblick jemand anderem anvertrauen – nämlich Gott selbst.
Die Schwester von Lazarus klagt Jesus an, er sei zu spät. Was ihr menschliches Denken nicht zu fassen vermag, weiß Jesus ganz genau: Er ist keine einzige Sekunde zu spät. Das Wunder kommt zur richtigen Zeit.
3. Dein Leben hat bei Gott Priorität.
Als Jesus sieht, wie die Menschen um Lazarus trauern, bricht er in Tränen aus. Und das, obwohl er wusste, dass es am Ende ein Happy End geben wird. Jesus leidet von ganzem Herzen mit! Gott sind deine Anliegen alles andere als egal.
Angenommen, du würdest sterben, damit eine andere Person leben kann: Wie wichtig wäre dir dann, wie ihr Leben verläuft? Richtig: Unfassbar wichtig!
Jesus hat genau das getan, als er für dich und mich am Kreuz starb. Wie unfassbar wichtig ist ihm, wie dein Leben verläuft!
Geh den nächsten Schritt:
Welche Sorgen sind bei dir besonders laut? Schreibe dir die Gegenwahrheiten auf. Taucht die Sorge auf, sprich den Gegenbeweis aus und diese Wahrheit wird für sich allein sprechen.
Ich möchte dich ermutigen, die Geschichte von Lazarus und Jesus noch einmal komplett für dich durchzulesen. Bezieh die Story auf deine Situation. Du wirst erkennen, dass Jesus schon längst in deiner Lage präsent ist.
Repost, 24.05.2018