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Die besten Bibellesemethoden im Überblick

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben
Die besten Bibellesemethoden im Überblick

„Viele Wege führen zum Ziel.“ Dieses Sprichwort gilt auch für das Bibellesen.

Nun ist die Bibel ein Buch, welches über mehrere tausend Jahre hinweg verfasst wurde. Es beinhaltet also Szenen, die uns absolut nicht mehr vertraut sind. Die Bibel wurde innerhalb antiker Kulturen geschrieben, die uns heute natürlich fremd erscheinen. Nicht selten versteht man also einen Bibeltext nicht.

„Was will mir Gott bloß damit sagen?!“

Damit du bei dieser Frage nicht frustriert aufgeben musst und deswegen die wertvollen Ermutigungen für dich und den tieferliegenden Schatz der Bibel verpasst, gibt es in diesem Blogbeitrag einen kurzen Überblick über ein paar Methoden, mit denen du die Bibel besser verstehen kannst. Praktisch, einfach und schnell umsetzbar.

Diese Methoden ermöglichen, dass du einen ganz neuen Blick auf den Bibeltext gewinnst und schneller erkennst, was Gott dir heute eigentlich sagen möchte. Natürlich kann ich dir nicht alle Methoden vorstellen, die es gibt, doch die nachfolgenden sind die für mich ganz persönlich besten.

Lass dich inspirieren! Und vielleicht sind diese Tipps nicht nur für dich persönlich, sondern auch für deinen Hauskreis oder deine Jugendgruppe wertvoll. Sie eignen sich auch für gemeinsames Bibellesen und das Gespräch miteinander.

1. Die 5-Finger-Methode

Du liest den Bibeltext. Dann schaust du auf deine Hand und stellst dir die folgenden Fragen und gehst diese pro Finger durch:

Daumen: Was gefällt mir?

Zeigefinger: Was fordert mich heraus?

Mittelfinger: Was passt nicht?

Ringfinger: Was berührt mich tief?

Kleiner Finger: Was nehme ich mit?

2. SOAP-Methode

Du gehst den Bibeltext nach verschiedenen Kriterien durch:

S = Scripture (Vers aufschreiben)

O = Observation (Was fällt mir auf?)

A = Application (Was bedeutet das für mich?)

P = Prayer (ein kurzes Gebet dazu)

3. Die bildhafte Methode

Du liest den Bibeltext. Dann gestaltest du ein Bild oder eine kleine Skizze zu dem Text. Vielleicht auch ein kleines Gedicht? Lass deiner Kreativität freien Lauf ... Was drückt dieses Bild, dieses Gedicht aus? Und was sagt dir das entstandene Bild oder Gedicht über die Botschaft des Bibeltextes?

4. Die 3-Fragen-Methode

Du unterteilst den Bibeltext in drei einfache Fragen, die jedoch sehr gut dabei helfen, das Wichtigste des Textes zu verstehen:

  • Was sagt der Text über Gott?

  • Was sagt der Text über den Menschen?

  • Was bedeutet das für mich?

5. Die Lectio Divina

Du liest den Text zunächst langsam. Dabei bleibt dir ein Wort oder ein Satz besonders hängen.

Dann denkst du genauer über dieses Wort oder diesen Satz nach: Was sagt Gott mir dadurch?

Darüber kommst du nun ins Gespräch mit Gott: Mit danken, bitten und loben.

Dann wirst du still und bist einfach im Gebet bei Gott.

6. Der Perspektivwechsel

Lies eine Geschichte aus der Bibel.

Dann schreib sie kurz zusammengefasst auf. Und zwar entweder:

  • aus der Sicht einer Nebenfigur in der Geschichte,

  • aus der Sicht Gottes,

  • oder aus der heutigen Perspektive.

Das kann sehr gut dabei helfen, den gleichen Bibeltext aus ganz verschiedenen Perspektiven heraus näher zu begreifen! Wenn ihr mindestens zu dritt seid, kann jeder eine der Perspektiven übernehmen. So kommt ihr miteinander viel leichter ins Gespräch über den Bibeltext, und ihr lernt dabei mehr über Gott und die Bibel.

7. Die Bibel als Instagram-Post

Du liest eine biblische Geschichte. Wie würde diese bei Instagram gepostet werden, wenn sie heute passieren würde?

  • Wie sähe die Story in 5 Slides aus?

  • Welche Hashtags würden verwendet werden?

  • Welche Kernaussage würde in der Caption stehen?

Jesus spricht uns zu:

„Der Mensch lebt nicht allein von Brot, sondern von allem, was Gott ihm zusagt!“ (Matthäus 4:4)

Lass dich von den Zusagen Gottes in der Bibel neu ermutigen und in deinem Alltag inspirieren.