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Pray your Bible

Fabienne Diaconuvon Fabienne Diaconu
Glaubensleben
Pray your Bible

Ich denke, wir sind uns einig, dass das Gebet ein essenzieller Baustein unseres Glaubens ist. Wir beten, um mit unserem Schöpfer zu sprechen, ihn zu preisen, ihm zu danken oder ihn um etwas zu bitten. Aus dem Gebet können wir Kraft für den Tag ziehen und genau wie in einer Beziehung zwischen zwei Menschen ist es wichtig und gesund, regelmäßig zu sprechen bzw. zu beten und sich Zeit zu nehmen.

Und genau da kommt mein und vielleicht auch dein Knackpunkt. Mir ist es oft schwergefallen, beim Gebet fokussiert zu bleiben. Ich habe morgens meine „Stille Zeit“, also eine Zeit am Tag, die ich mir bewusst nehme, um in Gottes Wort zu lesen und zu beten. Und häufig schweifen meine Gedanken dann vom Gebet zu den Aufgaben ab, die an dem Tag anstehen, zu Dingen, die ich bei der Arbeit nicht vergessen darf oder auch zu unbedeutenden Kleinigkeiten. Und das hat mich gestört, es hat mich frustriert. Wieso fiel es mir so schwer, mich auf Gott zu fokussieren, der doch mein Leben in seiner Hand hält?

Eines Tages bin ich bei YouTube auf ein Video gestoßen, in welchem das Prinzip des „Bibel-Betens“ erklärt wurde. Die Frau in diesem Video beschrieb exakt, wie es mir mit meinem Gebetsleben ging. An dieser Stelle muss ich vielleicht einfügen, dass das bei weitem nicht der erste Versuch war, meinen Gebeten eine neue Intensität zu geben. Ich hatte die verschiedensten Dinge probiert, um mich „on track“ zu halten, doch nichts hatte mir nachhaltig geholfen. Und nun zurück zu besagtem Video. Nachdem ich mir das Video angesehen hatte, beschloss ich, das für mich selbst auszuprobieren.

Das Prinzip ist wie folgt: Man nimmt sich eine Bibel, in der nichts markiert oder geschrieben wurde, dieser Punkt ist wichtig. Dann definiert man bestimmte Gebetskategorien. Diese habe ich auf eine der leeren vorderen Seiten geschrieben, zum Beispiel: Anbetung, Errettung, Nächstenliebe oder auch Not. Für diese Kategorien sucht man sich jeweils eine Farbe, in der passende Bibelverse markiert werden. Um die Seite wiederzufinden, braucht es noch Sticky Notes, welche auch der jeweiligen Kategorie zugeordnet sind. Diese klebt man an die Seite, um später schnell wieder hinblättern zu können.

Und dann heißt es: Verse markieren. Die Psalmen zum Beispiel sind gefüllt von anbetenden Worten. Diese habe ich mir beispielsweise in orange markiert. Passend dazu habe ich mir ein orangefarbenes Washi Tape rausgesucht, welches ich als Markierung an die Seiten geklebt habe. Wenn ich jetzt Gott in meiner Stillen Zeit anbeten möchte, schlage ich die jeweiligen Seiten auf und bete die Verse, die ich dazu markiert habe.

So kann man das mit beliebig vielen Kategorien tun. Außerdem habe ich mir auf der ersten unbedruckten Seite mit Klebezetteln dauerhafte Gebetsanliegen notiert. Das hilft mir, nicht zu vergessen, wofür ich beten möchte. Ich werde jetzt hier nicht tiefer auf das Prinzip eingehen, denn am besten schaust du dir das Video an, wenn es dich interessiert. Ich habe es dir weiter unten verlinkt.

Was hat sich verändert? Zuerst einmal bin ich unglaublich froh, über dieses Video gestolpert zu sein. Die Bibelworte selbst als Gebet zu nutzen, finde ich wirklich schön und es fällt mir viel leichter, das auszudrücken, was ich sagen möchte. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, einen bestimmten Vers zu Beginn meiner Gebetszeit zu beten, sozusagen als Einleitung. Das gibt mir Struktur und ich kann immer wieder neu darüber nachdenken. Außerdem schlage ich immer gern die Gebetsanliegen-Übersicht auf und plötzlich fällt es mir leicht, an einem Gebetsanliegen dranzubleiben.

Du siehst, ich könnte immer weiter Loblieder singen. Natürlich ist trotzdem nicht immer alles supereasy. Weiterhin tue ich mich manchmal noch schwer und es gilt: Manchmal bekommt man erst Hunger, wenn man das Essen riecht.

Insofern möchte ich dich ermutigen: Wenn du mit deinem Gebetsleben nicht zufrieden bist, versuch doch mal, eine Veränderung hineinzubringen. Vielleicht fehlt dir einfach noch eine bestimmte Sache und es gilt, herauszufinden, was das ist.

Doch die Grundlage von alldem ist, dass du Gott immer wieder darum bittest, dass er deinen Hunger nach seinem Wort mehrt und du dir diese Zeiten nimmst. Auch dann, wenn es mal nicht ganz einfach ist. Ich kann dir versprechen: Es lohnt sich!

Hier noch der Link zum Video:

https://www.youtube.com/watch?v=ak_Ghx0v3j4 Titel: How I pray Using Bible Verses | My Prayer Bible | Flip Through YouTube-Account: The Sisterita Club