STAYONFIRE

Blogpost

Was ist dein verheißenes Land?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung
Was ist dein verheißenes Land?

Bestimmt kennst du Menschen, die für eine Sache so richtig begeistert Gas geben. Und auch dann, wenn sie Fehlschläge erleben, geben sie nicht auf. Motor ihrer Motivation ist ein Traum, der nur darauf wartet, von ihnen gelebt zu werden.

Angenommen, wir als Christen hätten diese Motivation, welche Erfolge würden wir in unserer Nachfolge erleben? Leidenschaft für einen Traum steckt nicht nur mich, sondern auch mein Umfeld an.

Gott träumt schon lange für dich:

"Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen." (Epheser 2:10)

Ich glaube, dass es daher unglaublich wichtig ist, den Traum zu entdecken, den Gott für unser Leben hat. Und dann anzufangen, diesen selbst zu träumen.

Es ist inspirierend, zu lesen, wie Gott einem Menschen den individuellen Traum für dessen Leben gibt. Schon gleich zu Beginn der Bibel finden wir hierzu in 1. Mose 15 einen Dialog.

1.) Der Traum ist überraschend

Abraham klagt Gott seine Sorgen darüber, dass er immer noch kein Vater ist. Doch genau an diesem wunden Punkt liegt Gottes Verheißung für Abrahams Leben. Gott spricht ihm zu, dass er sehr wohl einen Sohn bekommen wird.

Und damit noch nicht genug, Gott offenbart ihm einen noch größeren Traum:

“Schau dir den Himmel an, und versuche, die Sterne zu zählen! Genauso werden deine Nachkommen sein – unzählbar!” (V. 5)

2.) Der Traum erfordert deinen Glauben

Überraschend schön für Abraham. Aber gleichzeitig auch vollkommen unvorstellbar. Dennoch:

“Er nahm dieses Versprechen ernst. Er setzte sein ganzes Vertrauen auf den Herrn, und so fand er Gottes Anerkennung.” (V. 6)

3.) Der Traum wird bestätigt

Gott gibt Abraham ein weiteres Detail des Traumes hinzu: Seinen Nachkommen wird das Land Kanaan gehören und sie werden dort leben.

Zur Zeit Abrahams war Kanaan von unterschiedlichen Volksgruppen besiedelt, die Kriege untereinander führten. Der Traum wird aus menschlichem Ermessen immer unwahrscheinlicher. Und so ist der Zweifel Abrahams berechtigt:

“Herr, mein Gott”, erwiderte er, “kann ich denn sicher sein, dass ich das Land je besitzen werde? Gib mir doch eine Bestätigung dafür!” (V.8)

Gott nimmt Abrahams Bedenken ernst und schickt ihm ein Zeichen: Hier sichtbar in Form einer brennenden Fackel.

4.) Der Traum ist umkämpft

Bis es zu diesem Erfolg kommt, lesen wir in der Bibel von vielen Umwegen, ausgelöst durch Zweifel an Gottes Verheißung. Aber: die Verheißung wird erfüllt. Die Nachkommen Abrahams sind zahlreich und ziehen viele Jahre später als Volk Israel in das verheißene Land Kanaan. (Josua 21:43 ff.)

Wie gut, dass Abraham vertrauensvoll die Schritte ging, die Gott ihm zeigte.

Es ist großartig, wenn Gott uns Visionen ins Herz legt. So hat er schon zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten der Bibel für seinen Plan gebraucht.

Gehe den nächsten Schritt

und frage Gott: “Welchen Traum hast du für mein Leben?” Und dann horche auf die Antwort. Du darfst gespannt sein. Und wenn der Traum viel zu unwahrscheinlich wirkt, dann lass deine Zweifel kein Hinderungsgrund sein. Bringe sie Gott und warte auf seine Bestätigung und souveräne Führung.