Es reißt mir den Boden unter den Füßen weg. Die Erwartungen, die ich an Gottes Handeln für mich gestellt hatte, entsprachen nicht seinem Handeln.
Kommt dir das auch so bekannt vor?
Enttäuschung ist eine der wirksamsten Ursachen für Entmutigung unter Christen. Sie hat die Macht, mein Vertrauen in Gott maßgeblich anzukratzen. Das macht sie zu einer gefährlichen Angelegenheit.
Weniger gefährlich, wenn ich lerne, Gottes Absicht dahinter zu begreifen.
In meiner Enttäuschung ist mir eine Geschichte aus der Bibel begegnet. (Lukas 24:13 ff.) Sie lässt erkennen, welche Frucht Gott durch Enttäuschung für uns bereithält.
Folgende Situation: Die Kreuzigung Jesu liegt einige Tage zurück. Zwei Jünger sind auf dem Weg in ihre alte Heimat. Sie sind Jesus gefolgt – mit ganz konkreten Erwartungen an sein Handeln.
„Wir aber hofften, dass er der sei, der Israel erlösen solle.“ (V. 21)
Diese Vision ist dramatisch gebrochen worden. Jesus wurde gekreuzigt und Jerusalem ist immer noch von den Römern besetzt.
Von Gott enttäuscht. Im klassischen Sinne.
1.) Lass dich von Gott begleiten.
„Als die Jünger so miteinander sprachen und sich Gedanken machten, kam Jesus selbst hinzu und schloss sich ihnen an“. (V. 15)
Mitten in der Enttäuschung gesellt sich Jesus selbst zu den Enttäuschten. Wie beruhigend.
Doch weiter heißt es: „Aber die Jünger waren wie mit Blindheit geschlagen und erkannten Jesus nicht.“ (V. 16)
Zum Schmunzeln typisch: Wir erkennen Gottes Anwesenheit in unserer Lage nicht.
2.) Lerne Gott besser kennen.
Im Gespräch wirft Jesus den Jüngern einiges um die Ohren!
„Was seid ihr doch schwer von Begriff! Warum fällt es euch nur so schwer, an alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben?“ (V. 25)
Denn es gibt viele Textstellen, die einen hingerichteten Messias prophezeien.
Der Kreuzestod hätte den Glauben der beiden Jünger an Jesus nur noch bestärken müssen!
Die Enttäuschung hätte ausbleiben können. Sie haben die Fakten über Jesu Wirken dafür allerdings zu wenig verinnerlicht.
3.) Lass Gottes guten Plan durch dich geschehen.
Schließlich gibt sich Jesus den Jüngern als der Wiederauferstandene zu erkennen. Die beiden haben eine neue Dimension für Jüngerschaft: Ewiges Leben!
Die Täuschung ist genommen. ENT-täuscht.
So ist Gott. Er meint es ausschließlich gut mit uns. Der beste Beweis: Sein Tod am Kreuz, um auf ewig mit uns Gemeinschaft zu haben.
Gott enttäuscht dich niemals aus einer Laune heraus. Denn er selbst sagt uns zu: „Wie ich’s gesagt habe, so lasse ich’s kommen; was ich geplant habe, das tue ich auch.“ (Jes. 46:11)
Wie könnte dein nächster Schritt aussehen, um deiner Enttäuschung Früchte zu geben oder einer Enttäuschung vorzubeugen?
1.) Gott durch ein Gebet jetzt (wieder) in die wertvolle Story deines Lebens einladen. (von Gott begleiten lassen)
2.) Ihn dabei bewusst neu um seinen Willen bitten. Bspw. durch die Worte im Vater Unser: “Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe“. (Gottes Plan durch dich geschehen lassen)
3.) Daraufhin die Bibel aufschlagen und dies (weiterhin) in deinen Alltag einbinden. Ziel: Mehr Fakten über Gott verinnerlichen als die Jünger aus der Geschichte. (Gott besser kennenlernen)
Dir von Gott die Lüge der Täuschung nehmen lassen. Dich von Gott ENT-täuschen lassen.
Repost, 02.08.2018