12 Jahre Krankheit. 12 Jahre Ablehnung. 12 Jahre Sorge. Ihr Vermögen hatte sie durch zahlreiche Arztbesuche aufgebraucht. Dabei wurde es nur noch schlimmer.
Hoffnungslos. Voller Sorge. „Werde ich jemals aus diesem Loch rauskommen?“ Kaum vorstellbar, wie sie sich gefühlt haben muss. So abgelehnt, so ausgestoßen, so allein. Ihre Möglichkeiten waren ausgeschöpft. Ihre Sorge unvorstellbar groß.
Eigentlich war sie an diesem Tag nur kurz unterwegs gewesen, doch dann war da so eine Menschenmenge. Im Mittelpunkt diese Person, von der sie bereits gehört hatte.
Voller Sorge – garantiert – trat sie näher. Nähe zu der Menschenmasse, die sie ablehnte. Schließlich litt sie unter starken Blutungen. Eine Krankheit, welche sie in jener Zeit zu einer unreinen Frau machte. Einer Frau, die sich von Menschenmassen eher fernhalten sollte.
Doch etwas in ihr trieb sie näher heran. Näher an die Menschenmasse. Näher an die Person, von der sie bereits gehört hatte. Wo ihre Sorge war, entfachte sich ein Funken Glauben.
Auch wenn nur ein Funken, er entstand. Und er wurde stärker. „Was wäre, wenn …?“ Sie lief schneller. Richtung Mitte. Weiter hindurch, hindurch durch die Ablehnung. Unaufhaltsam. Entgegen der Angst.
Getrieben von der Frage: „Was wäre, wenn ich nur sein Gewand berühren müsste? Was wäre, wenn er mich heilen könnte? Was wäre, wenn all die Sorgen und Angst heute ein Ende nehmen würden?“
Sie fühlte sich schutzlos. Doch was blieb ihr – außer dieser einen Chance, dieser einen Person – Jesus. Sie streckte ihre Hand aus. Nur Zentimeter trennten sie noch von Jesus.
Der Glaube hatte ihre Sorge besiegt.
Zuversichtlich berührte sie das Gewand von Jesus. Plötzlich, unerwartet, schon fast bloßstellend drehte er sich um. „Wer hat mich berührt?“ Zuerst zurückhaltend, zitternd – voller Angst – blieb sie ruhig, doch dann, voller Mut, trat sie vor und warf sich nieder. Sie erzählte ihm alles.
„Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden. Du bist endgültig von deinem Leiden befreit.“ (Jesus in Markus 5:34)
Dein Glaube hat dich gerettet. Losgelöst von der Sorge. Der Durchbruch war wirklich gekommen. Sie war endgültig von ihrem Leiden befreit.
Sie hatte einen Glauben, der ihre Sorge besiegte. Wahnsinn! Genau das möchte ich dir heute sagen. Wo Glaube zunimmt, dort nimmt Sorge ab. Wo die Zuversicht, die Hoffnung, die Überzeugung stärker wird, dort wird die Sorge schwächer. Dort besiegt der Glaube die Sorge.
So, wie die Frau sich ihrer Angst im Glauben stellte und zu Jesus ging, möchte ich dich heute ermutigen, neu zu glauben! Zu glauben, dass Gott größer ist als deine Sorge! Wo Glaube zunimmt, dort nimmt Sorge ab.
Welche Sorge treibt dich umher? Deine Krankheit, dein niedriger Kontostand, deine zerbrochene Beziehung oder Freundschaft? Egal, was es ist, sei ermutigt, zu glauben. Dein Glaube kann die Sorge besiegen.
Doch wie nimmt dein Glaube zu? Zum Abschluss möchte ich dir noch 5 kurze Tipps mitgeben:
- Mache einen Spaziergang und fange an, Gott deine Sorge bewusst abzugeben
- Lies Glaubensgeschichten aus der Bibel (David, Gideon usw.)
- Rufe dir Wunder in Erinnerung, die Gott in deinem Leben bereits getan hat
- Teile deine Sorge mit einem guten Freund und lass für dich beten
- Lerne Bibelverse über den Glauben auswendig (z. B. Hebräer 11:1)
Wo Glaube zunimmt, dort nimmt Sorge ab. Wie bei der blutflüssigen Frau, so auch heute bei dir. Fange heute an, deinen Glauben zu stärken.
(Repost, 14.06.2018)