1. Samuel
Kapitel 20, Vers 35–42
Freundschaftsbund
35Am nächsten Morgen ging Jonatan wie verabredet auf das Feld hinaus. Ein junger Diener begleitete ihn. 36»Lauf schon mal los!«, befahl Jonatan. »Du sollst die Pfeile suchen, die ich gleich abschieße.« Der Junge rannte los, und Jonatan schoss seinen ersten Pfeil weit über ihn hinaus. 37 Als der Junge dort ankam, wo er den Pfeil zu finden meinte, rief Jonatan: »Lauf nur, der Pfeil muss noch weiter geflogen sein. 38 Los, beeil dich!« Schließlich fand der Diener den Pfeil und brachte ihn seinem Herrn zurück. 39Natürlich verstand er nicht, was sein Herr mit diesen Worten beabsichtigt hatte, denn nur David und Jonatan wussten Bescheid. 40Jonatan übergab seinem Diener Bogen und Pfeile und schickte ihn damit in die Stadt zurück. 41Sobald der Junge verschwunden war, kam David aus seinem Versteck hinter dem Steinhaufen hervor. Er warf sich vor Jonatan zu Boden und verbeugte sich dreimal. Sie küssten sich zum Abschied, und beiden kamen die Tränen. Noch während David heftig weinte, 42sagte Jonatan: »Geh in Frieden, David! Vergiss nie, was wir einander im Namen des HERRN geschworen haben. Es soll für immer gelten, auch für deine und meine Nachkommen. Der HERR selbst ist unser Zeuge.«
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Weitere Infos →Nun war es tatsächlich so weit gekommen: David musste vor König Saul fliehen. Sein Freund Jonatan warnte ihn vor den Plänen Sauls mit der vereinbarten Absprache, wie wir sie in den letzten Tagen hier in der App gelesen haben. Die Worte Jonatans über den Pfeil gaben David Auskunft darüber, dass es an der Zeit war, vor Saul davonzulaufen. Die Warnung war gelungen.
Doch der Abschied der beiden Freunde fiel ihnen schwer. Eigentlich hatten sie einfach eine gute Zeit miteinander gehabt, verstanden sich gut und mochten sich sehr. Doch nun wurde diese Freundschaft durch die bösen Machenschaften des Königs Saul zerstört. Auch wenn die beiden Tränen vergossen, erinnerten sie sich noch einmal an ihren starken Freundschaftsbund, den sie miteinander geschlossen hatten.
Nun mag es in unserem Leben im besten Fall nicht solche starken Schicksalsschläge wie bei David und Jonatan gegeben haben oder in Zukunft geben. Dennoch ist es manchmal an der Zeit, Abschied von einem guten Freund zu nehmen. So beispielsweise, wenn der beste Freund auf einmal in eine andere Stadt zieht und man sich nicht mehr regelmäßig treffen kann. Dann ist es an uns, weiterhin so gut es geht in die bestehende Freundschaft zu investieren und uns an den Freundschaftsbund zu erinnern.
Weißt du, wahre Freunde sind ein echtes Geschenk, was nicht einfach zu finden ist. Wen könntest du heute mal wieder anrufen oder wem eine Nachricht schreiben? Sei ermutigt, dich bei alten Freunden zu melden. 😊