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Impuls

In ungemütlichen Zeiten

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

1. Samuel

Kapitel 20, Vers 1–​9

Davids und Jonathans Abmachung

1Nun floh David aus der Siedlung der Propheten in Rama. Heimlich suchte er Jonatan auf und fragte ihn: »Was habe ich nur falsch gemacht? Was habe ich verbrochen gegen deinen Vater? Warum will er mich umbringen?« 2»Wie kommst du darauf?«, versuchte Jonatan seinen Freund zu beruhigen. »Niemand will dich töten! Du weißt genau, dass mein Vater nichts unternimmt, ohne es vorher mit mir zu besprechen, sei es wichtig oder unwichtig. Warum sollte er mir ausgerechnet seine Mordabsichten verheimlichen? Nein, David, das siehst du falsch.« 3Doch David widersprach: »Natürlich weißt du nichts davon, denn dein Vater hat längst gemerkt, dass du mein Freund bist. Darum will er dich nicht damit belasten. Doch ich sage dir: So wahr der HERR lebt und du selbst lebendig vor mir stehst: Mein Leben hängt an einem seidenen Faden!« 4Jonatan erklärte: »Ich will alles für dich tun.« 5Darauf sagte David: »Morgen beginnt doch das Neumondfest. Da sollte ich eigentlich als Gast beim königlichen Festmahl erscheinen. Doch ich komme wohl besser nicht, sondern verstecke mich bis übermorgen Abend irgendwo in der Nähe. 6Wenn dein Vater nach mir fragt, dann sag ihm: ›David hat mich dringend gebeten, ihn für kurze Zeit in seine Heimatstadt Bethlehem gehen zu lassen, weil seine Familie das jährliche Opferfest feiern will.‹ 7Ist dein Vater einverstanden, dann wissen wir, dass mir keine Gefahr droht. Wird er aber zornig, so bedeutet es, dass er Böses im Schilde führt. 8Bitte tu mir diesen Gefallen! Denk an den Freundschaftsbund, den du mit mir vor dem HERRN geschlossen hast. Doch wenn ich wirklich etwas verbrochen habe, so töte du mich, nur liefere mich nicht deinem Vater aus.« 9Jonatan wehrte ab: »So etwas werde ich nie tun! Sobald ich merke, dass mein Vater deine Ermordung beschlossen hat, werde ich es dir sagen.«

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David war in einer wirklich brenzligen Lage und er ahnte bereits Böses. David durchschaute die wahren Absichten des Königs Saul und musste daher um sein Leben bangen. In dieser Lage suchte er Rat und Ermutigung bei seinem Freund Jonatan. Doch nicht nur das, David suchte Sicherheit bei Jonatan. Immerhin war Jonatan der Sohn von Saul und wurde somit in alle Pläne des Vaters eingeweiht. Jonatan aber stand weiterhin zu seinem Freund, indem er ihn rechtzeitig warnen würde, falls er böse Pläne seines Vaters gegen David mitbekommen sollte. So ließ Jonatan David aufatmen.

Freundschaften sind nicht nur für die sonnigen Tage gut, an denen alles schön ist und man einfach eine entspannte Zeit miteinander verbringt. Diese erholsamen Zeiten sind wichtig, um tragende Freundschaften zu bauen. Wahre Freunde jedoch zeigen sich vor allem dann, wenn es hart auf hart kommt, wenn es ungemütlich wird.

Als Christen sind wir dazu aufgerufen, unseren Freunden insbesondere in schwierigen Lagen zur Seite zu stehen. Wir sollen einander Halt und Sicherheit bieten, füreinander einstehen und füreinander beten. Und weißt du was? Insbesondere so erwächst eine tiefe und tragende Freundschaft, nach der du dich vermutlich ebenso sehnst. 😊