STAYONFIRE

Impuls

Berufen für diese Zeit

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Esther

Kapitel 4, Vers 1–​8

Fasten und Klagen

1Als Mordechai erfuhr, was geschehen war, zerriss er entsetzt seine Kleider, zog sich ein Trauergewand an und streute sich Asche auf den Kopf. Dann lief er durch die Stadt und stieß laute Klagerufe aus. 2So kam er bis ans Tor des königlichen Palasts, durfte aber in seiner Trauerkleidung nicht hindurchgehen. 3In allen Provinzen des Landes trauerten die Juden, wo immer der Erlass des Königs bekannt wurde. Sie fasteten, klagten und weinten, viele trugen Trauerkleider und hatten sich Asche auf ihr Lager gestreut. 4Esthers Dienerinnen und Diener meldeten ihr, was sich vor dem Tor abspielte. Sie erschrak heftig und ließ Mordechai ein Gewand bringen, damit er die Trauerkleidung ausziehen konnte. Aber dazu war er nicht bereit. 5Da rief Esther den Eunuchen Hatach, den Xerxes ihr als Diener gegeben hatte, und schickte ihn zu Mordechai hinaus. Er sollte ihn fragen, was geschehen sei und weshalb er sich so benahm. 6Hatach ging zu Mordechai auf den Platz vor dem Palasttor. 7Mordechai berichtete ihm von Hamans Plan. Er erzählte ihm, wie viel Silber Haman dem König dafür versprochen hatte, dass er die Juden töten dürfte. 8Außerdem übergab Mordechai dem Eunuchen eine Abschrift des königlichen Erlasses, in dem die Vernichtung der Juden angeordnet wurde. Hatach sollte sie Königin Esther zeigen, ihr alles erzählen und sie bitten, beim König für ihr Volk um Gnade zu flehen.

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Nun nahm die Geschichte von Esther ihren Lauf. Es würde das hervortreten, wofür sie bekannt wurde: ihr Mut. Esther sah, wie sehr Mordechai klagte und weinte, und sie spürte in sich, dass sie mit ihrer Macht im Volk gefragt war. Mordechai erzählte ihr von dem schrecklichen Erlass des Königs, alle Juden zu töten, da Mordechai sich aufgrund seines jüdischen Glaubens nicht vor Haman wie vor einem Gott verbeugen wollte.

Esther war zutiefst schockiert. Was wohl in diesem Moment in ihren Gedanken geschah? Vielleicht entdeckte sie diesen inneren Ruf Gottes, dass sie hier nun Großes bewirken könnte. In jedem Fall sah sie die Not Mordechais sowie die ihres eigenen Volkes der Juden, und sie wollte handeln. In den nächsten Tagen werden wir mehr davon lesen, was Esther explizit unternahm und wie sie zur Rettung ihres Volkes beitrug.

Wo sehen wir Not? Wo kommen Menschen zu uns und bitten uns um Hilfe? Vielleicht um ein offenes Ohr, um Gebet, um jemanden, der einen weisen Rat hat? Dies alles sind Chancen für Gottes Wirken in unserem Leben. Lasst uns wachsam sein, wo und wann Gott uns gebrauchen möchte. Genau für eine Zeit wie diese.