Esther
Kapitel 4, Vers 9–17
Für eine Zeit wie diese
9Als Hatach zurückkam und meldete, was Mordechai ihm berichtet hatte, 10schickte Esther ihn ein zweites Mal zu Mordechai und ließ ihm sagen: 11»Alle Bediensteten des Königs und alle Bewohner der Provinzen kennen das unumstößliche Gesetz: ›Jeder, ob Mann oder Frau, wird hingerichtet, wenn er unaufgefordert zum König in den innersten Hof des Palasts geht. Er hat sein Leben nur dann nicht verwirkt, wenn ihm der König das goldene Zepter entgegenstreckt.‹ Mich hat der König sogar schon dreißig Tage nicht mehr zu sich rufen lassen.« 12 Da ließ Mordechai Königin Esther ausrichten: 13 »Glaub nur nicht, dass du als einzige Jüdin mit dem Leben davonkommst, nur weil du im Königspalast wohnst! 14Wenn du jetzt nichts unternimmst, wird von anderswoher Hilfe für die Juden kommen, du aber und deine Familie – ihr werdet sterben! Vielleicht bist du gerade deshalb Königin geworden, um die Juden aus dieser Bedrohung zu retten!« 15Esther schickte Mordechai die Antwort: 16»Geh und ruf alle Juden zusammen, die in Susa wohnen! Fastet für mich! Esst und trinkt drei Tage und Nächte lang nichts! Ich werde mit meinen Dienerinnen ebenfalls fasten. Dann will ich zum König gehen, obwohl ich damit gegen das Gesetz verstoße. Wenn ich umkomme, dann komme ich eben um!« 17Da ging Mordechai weg und tat, was Esther ihm gesagt hatte.
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Weitere Infos →In dieser dramatischen Situation stach eine Sache hervor. Mordechai und Esther ging es nicht nur darum, sich selbst zu retten oder sich aus dem Staub zu machen. Sie dachten an ihre Mitmenschen, an ihr Volk.
Vers 14 wird oft als Schlüsselvers im Buch Esther bezeichnet:
"Und wer weiß, ob du nicht für eine Situation wie diese zur Königin wurdest?"
Als Kind hätte Esther vermutlich niemals gedacht, dass sie eines Tages mal am Königshof landen würde, vielmehr noch, dass sie miterleben würde, wie ihr Volk kurz vor dem sicheren Tod stünde. Gott wird in dem Buch Esther nicht spezifisch erwähnt, und doch lenkte er diese Lebensgeschichte!
Esther nutzte alles, was in ihrer eigenen Macht stand, um das Blatt zu wenden. Sie wollte noch mal mit dem König reden. Doch gleichzeitig wusste sie, dass Gottes Eingreifen notwendig war, und ließ zum Fasten aufrufen.
Wo hat Gott dich aktuell hingestellt? Wie sieht dein Alltag aus? Ich glaube nicht, dass es ein Zufall ist, dass du aktuell da bist, wo du bist. Du wirst gebraucht! Vielleicht hat Gott gerade DICH für eine Zeit wie diese berufen.
Was kannst du deinem Umfeld geben, was sonst niemand geben kann? Wie kannst du Gottes Liebe in deinem Umfeld greifbar und sichtbar machen?