Esther
Kapitel 1, Vers 1–8
Xerxes zeigt seine königliche Macht
1Zu der Zeit, als Xerxes König von Persien war, gehörten zu seinem Reich 127 Provinzen; sein Herrschaftsgebiet erstreckte sich von Indien bis nach Äthiopien. 2Er regierte von der Residenz Susa aus. 3In seinem 3. Regierungsjahr gab er ein rauschendes Fest für seine hohen Beamten und Würdenträger. Eingeladen waren die Heerführer von Persien und Medien, der Hofadel und die Statthalter der Provinzen. 4Sechs Monate lang stellte Xerxes die unvergleichliche Pracht seines Königreichs und seine große Macht zur Schau. 5Danach lud der König auch die Bewohner der Residenz Susa zu einem Fest. Alle, vom Vornehmsten bis zum Einfachsten, feierten sieben Tage lang im Hof des Palastgartens. 6Zwischen Marmorsäulen hingen weiße und violette Vorhänge aus wertvollen Baumwollstoffen und Leinen, befestigt mit weißen und purpurroten Schnüren und silbernen Ringen. Die Gäste lagen auf Kissen, die mit goldenem und silbernem Brokatstoff überzogen waren. Der Boden des Hofes bestand aus einem Mosaik von bunten, kostbaren Marmorsteinen und Perlmutt. 7Man trank aus goldenen Gefäßen, von denen keines dem anderen glich. Der König ließ edlen Wein in Hülle und Fülle ausschenken. 8Jeder konnte trinken, so viel er wollte. Denn der König hatte angeordnet, dass seine Diener sich ganz nach den Wünschen der Gäste richten sollten.
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Weitere Infos →Heute beginnen wir mit einem weiteren Buch der Bibel: das Buch Esther. Herzliche Einladung an dich, die bewegende Geschichte dieser jungen Frau namens Esther gemeinsam mit uns zu lesen.
Da sich dieses biblische Buch im Alten Testament abspielt, hier ein paar kurze Sätze zum Kontext der Geschichte: Esther lebte in aufbrausenden Zeiten. Die babylonische Gefangenschaft des Volkes Israel lag ungefähr 100 Jahre zurück. Dennoch lebte Esther als Teil einer jüdischen Gemeinschaft mitten im persischen Reich. Sie alle waren noch nicht aus dem babylonischen Exil in ihr Heimatland Israel zurückgekehrt.
In den ersten acht Versen des Buches lesen wir von eben jenem persischen König namens Xerxes. Er lebte in Saus und Braus und stellte seinen Reichtum auch gern zur Schau. Diese Verse malen uns anschaulich vor Augen, wie es damals am Hof des persischen Königs aussah, wenn dieser wieder eines seiner Feste feierte.
Die ersten Verse wirken also erst mal ganz normal, ja fast schon unspektakulär. Was soll schon die Beschreibung des Festes eines Königs mit Gottes Wirken zu tun haben?
Sei gespannt: Schon im nächsten Teil wird Schwung in die Geschichte von Esther kommen. Bis heute erinnern sich Juden weltweit an das, was Esther in diesem Buch mit Gottes Hilfe tat, nämlich am jüdischen Festtag "Purim".