Prediger
Kapitel 6, Vers 1–9
Über die Zufriedenheit
1Noch ein großes Unglück habe ich auf dieser Welt gesehen, es trifft sehr viele Menschen: 2Da schenkt Gott einem Mann Reichtum, Wohlstand und Ehre – ja, alles, was er sich nur wünschen kann, nichts fehlt! Und trotzdem lässt er ihn nichts davon genießen, sondern es fällt einem Fremden in die Hände. Was für eine Sinnlosigkeit und welch ein Unglück! 3Mag ein Mann auch hundert Kinder haben und sehr lange leben – wenn er sein Glück nicht genießen kann und am Ende nicht einmal begraben wird, was hat er dann davon? Ich sage: Selbst einer Fehlgeburt geht es besser! 4Als ein Nichts kommt sie, ins Dunkel geht sie, dorthin, wo sie für immer vergessen wird. 5Das Licht der Sonne hat sie nie erblickt oder je etwas davon gewusst, und doch geht es ihr besser als jenem bedauernswerten Menschen! 6 Denn er findet keine Ruhe und wird das Glück nie genießen, selbst wenn er zweitausend Jahre leben würde. Und am Ende müssen beide an den gleichen Ort! 7Der Mensch müht sich ab sein Leben lang, nur um genug zum Essen zu haben, doch nie wird sein Verlangen gestillt. 8Was also hat der Weise dem Unverständigen voraus? Was nützt dem Armen ein rechtschaffenes Leben? 9Sei zufrieden mit dem, was du hast, und verlange nicht ständig nach mehr, denn das ist vergebliche Mühe – so als wolltest du den Wind einfangen.
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Weitere Infos →Das Leben fängt erst richtig an, wenn ich mit der Schule fertig bin! Das dachte ich damals jedenfalls. Als ich mit der Schule fertig war, dachte ich: Na ja, das Leben fängt wohl erst richtig an, wenn ich von zu Hause weggezogen bin. Oder vielleicht doch erst, wenn ich mit dem Studium fertig bin?
In meinen Gedanken war eines klar, irgendwann würde das Leben "so richtig" anfangen, also müsste ich die Gegenwart so schnell wie möglich hinter mir lassen ...
Manchmal ertappe ich mich bei solchen Tagträumereien.
Dabei gibt uns der Schreiber des heutigen Textes eine so wichtige Lebenseinstellung mit auf den Weg:
"Es ist besser, mit dem zufrieden zu sein, was man hat, als immer mehr zu wollen. Denn auch das ist vergeblich und wie der Versuch, den Wind zu fangen." [9]
Mit anderen Worten: Der Prediger beschreibt im heutigen Abschnitt die Katastrophe, wenn man vergisst, das Hier und Jetzt zu genießen.
Vielleicht ist es für dich heute an der Zeit, Jesus für dein Hier und Jetzt zu danken. Für deine aktuelle Lebensphase, deinen Wohnort, deinen Beziehungsstatus, deinen Besitz etc.
Was möchtest du heute bewusst genießen?