1. Korinther
Kapitel 16, Vers 5–12
WEITERE REISEPLÄNE
5Ich werde zu euch kommen, sobald ich die Gemeinden in der Provinz Mazedonien besucht habe. Dort will ich mich nicht lange aufhalten; 6aber bei euch möchte ich eine Zeit lang bleiben, vielleicht sogar den ganzen Winter über. Es wäre gut, wenn ihr mich dann für die Weiterreise versorgen könntet. 7Wenn ich sehr bald zu euch käme, könnte ich euch nur auf der Durchreise besuchen. Aber das will ich nicht. Wenn der Herr es zulässt, hoffe ich, einige Zeit bei euch verbringen zu können. 8Bis Pfingsten bleibe ich noch in Ephesus. 9Hier hat mir Gott viele offene Türen geschenkt, um die rettende Botschaft zu verkünden, und dadurch haben zahlreiche Menschen zum Glauben gefunden; gleichzeitig sind auch viele Gegner da. 10Wenn Timotheus zu euch kommt, sorgt bitte dafür, dass er nicht entmutigt wird. Denn er arbeitet wie ich für den Herrn. 11Niemand darf ihn herablassend behandeln. Seht zu, dass ihr ihn für die Weiterreise versorgt und er sich dann in Frieden von euch verabschieden kann. Er soll unbeschwert wieder zu mir zurückkommen, denn wir alle erwarten ihn hier. 12Unseren Mitarbeiter Apollos habe ich immer wieder gebeten, euch mit den anderen Brüdern zu besuchen, aber er meinte, es sei jetzt nicht angebracht. Sobald sich eine andere Gelegenheit bietet, wird er kommen.
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Weitere Infos →Der Apostel Paulus plant seine weiteren Reisepläne mit Bedacht. Er kalkuliert alles Notwendige ein. Er gibt wirklich sein Bestmögliches für seine Berufung. Hier können wir uns auf jeden Fall ein Beispiel an ihm nehmen. Wir Menschen kennen nicht die Zukunft, wie Gott es tut, aber wir dürfen unseren Verstand einsetzen, um Gott zu dienen. Beten allein bringt nicht immer etwas. Wenn Gott uns einen Auftrag, eine Berufung für unser Leben gezeigt hat, dann dürfen (und sollten) wir dafür auch konkrete Schritte gehen: für die Schule oder fürs Studium lernen, uns bei der Arbeitsstelle bemühen, in unsere Ehe investieren, Freundschaften pflegen, mit unseren Finanzen richtig haushalten, die Termine des nächsten Monats planen. Demut ist in unseren eigenen Planungen dennoch gefragt. So formuliert es auch Paulus: "Wenn ich sehr bald zu euch käme, könnte ich euch nur auf der Durchreise besuchen. Aber das will ich nicht. Wenn der Herr es zulässt, hoffe ich, einige Zeit bei euch verbringen zu können." (V. 7+8) Gott weiß es am Ende eben immer am besten. Eine Demut Gott gegenüber in Kombination mit einer eigenen Einsatzbereitschaft bringt am Ende das richtige Ergebnis.
Und noch eine zweite praktische Anwendung finden wir in diesem Text: "Wenn Timotheus zu euch kommt, sorgt bitte dafür, dass er nicht entmutigt wird. Denn er arbeitet wie ich für den Herrn. Niemand darf ihn herablassend behandeln." (V. 10+11) Wie gehe ich mit meinen geistlichen Leitern um? Mit meinen (Jugend-)Pastoren? Mit meinen Gemeindeältesten? Rede ich schlecht über sie oder gehe ich anderweitig schlecht mit ihnen um? Natürlich geht es hierbei nicht darum, sich einfach alles gefallen zu lassen, nur weil ein/e geistliche/r Leiter/in diese eine Sache getan hat! Vielmehr geht es um einen respektvollen Umgang, einen fairen Austausch und eine grundsätzliche Haltung der Ermutigung und Wertschätzung meinen Gemeindeleitern, Pastoren und Missionaren gegenüber, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ganz aktiv am Reich Gottes mitzuarbeiten.