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Impuls

Der Garten der Gemeinschaft

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Soziales Leben

1. Mose

Kapitel 2, Vers 18–​25

GOTT ERSCHAFFT EVA

8Gott, der HERR, sagte: »Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Ich will ihm jemanden zur Seite stellen, der zu ihm passt!« 19Er brachte alle Landtiere und Vögel, die er aus dem Erdboden geformt hatte, zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde. Genau so sollten sie dann heißen. 20Der Mensch betrachtete die Tiere und benannte sie. Für sich selbst aber fand er niemanden, der zu ihm passte und ihm eine Hilfe sein könnte. 21Da ließ Gott, der HERR, einen tiefen Schlaf über ihn kommen, entnahm ihm eine Rippe und verschloss die Stelle wieder mit Fleisch. 22Aus der Rippe formte er eine Frau und brachte sie zu dem Menschen. 23Da rief dieser: »Endlich gibt es jemanden wie mich! Sie wurde aus einem Teil von mir gemacht – wir gehören zusammen!« 24Darum verlässt ein Mann seine Eltern und verbindet sich so eng mit seiner Frau, dass die beiden eins sind mit Leib und Seele. 25Der Mann und die Frau waren nackt, sie schämten sich aber nicht.

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Schon in Kapitel 1 hieß es, dass die Menschen im Plural und in verschiedenen Geschlechtern geschaffen wurden. Nun wird mit der sehr bekannten Feststellung – "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei" – aus Vers 18 näher darauf eingegangen. Der Mensch ist scheinbar durch und durch ein Beziehungswesen. Geschaffen, um im Bund und in Verbindung mit anderen zu leben.

Zu Anfang machte Gott selbst eine Beobachtung: Der Mensch kommt allein nicht zurecht und braucht ihm ähnliche Wesen, die ihm eine Hilfe sind. Obwohl es eine Vielzahl an Tieren gibt, reicht dies nicht. Adam benötigte ein geeignetes Gegenüber.

Daraufhin wurde aus dem Material Adams ein weiterer Mensch geschaffen, welcher ihm gleich und doch ein wenig anders ist. Den Tieren wurden verschiedenste Namen gegeben, aber in dem neuen Wesen erkennt Adam einen echten Mitmenschen. Das Paradies – der Garten – wurde damit zum Ort menschlicher Gemeinschaft.

Ich möchte hier gar nicht groß auf irgendwelche Implikationen zur Ehe eingehen, sondern uns darauf aufmerksam machen, dass wir als voneinander abhängige Wesen geschaffen wurden. Unser "Mensch-Sein" verbindet uns und wir brauchen einander. Allein können wir nicht leben. Nur gemeinsam. Dies kann unser Handeln wie Denken prägen und uns hoffentlich dazu ermutigen, die Beziehung zu anderen zu suchen, zu intensivieren und uns gegenseitig zu unterstützen.